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ISDE Griechenland - 4. Fahrtag

Erneut die gleiche Strecke wie am Vortag, doch die Sonderprüfungen waren noch ausgefahrener und kräftezehrender! Viele Fahrer sind erschöpft, doch es ist ja schon fast geschafft: Nur noch ein Fahrtag und das Abschluß-Motocross.

Jetzt müssen außer den Fahrern nur noch die Motorräder durchhalten: Christoph Seifert wechselte seine defekte Bremsscheibe erst hinter der Zeitkontrolle, weil dort die Zeit nicht gereicht hatte. Werkzeug und neue Scheibe hatte er mitgenommen - aus der Straßen-Begrenzungsschiene machte er kurzerhand einen Motorradständer. Trotzdem erreichte er das Ziel ohne Zeitstrafpunkte.

Während Mike Hartmann den Tag ohne Sturz überstand und damit auf den neunten Tagesrang kam, lief es bei Marcus Kehr nur fast perfekt: Hervorragende Zeiten von Anfang an und dann in der vierten Prüfung des Tages ein kapitaler Sturz: „Ich war einfach zu schnell, dass ich der Rinne nicht mehr ausweichen konnte,“ ärgerte sich Kehr noch anschießend: Zwar konnte er das Vorderrad noch anheben, aber dafür bekam er einen gewaltigen Schlag vom Hinterrad und landete höchst unsanft, dass es sogar zu Nasenbluten kam. Auch die Prüfungen danach liefen wieder super und so beendete er den Tag auf dem siebenten Platz in der Enduro-3-Klasse und auf dem 17. Gesamtrang aller Fahrer. Obwohl er sich am Morgen noch so müde gefühlt hatte, wurde es für Marco Straubel ein guter Tag: Die Prüfungen liefen weitaus besser als er es selbst erwartet hatte, nur im letzten Test war bei ihm nach eigenem Eingeständnis die Kraft weg: „Aber ich bin kein einziges Mal gestürzt,“ freute sich der Norddeutsche. „Das ich Gestern bei den beiden Stürzen so viel Zeit verloren habe, hat mich tierisch geärgert.“
Ebenfalls ohne Sturz verlief der Tag für Ralf Scheidhauer: „Aber vor dem Endurotest habe ich echt Respekt.“
Andere technische Probleme bei Stefan Hau(siehe Bild unten): Schon am Vorabend hatte der versucht seinen von Steinen angeschlagenen Zündungsdeckel zu wechseln. Doch das Husqvarna-Werksteam vertraut noch auf Vergasermotoren und hatte den für die Einspritzanlage passenden Zündungsdeckel nicht dabei - wie Hau erst feststellte, als er versuchte den wieder zu montieren ... So musste er sein Motorrad unverrichteter Dinge wieder zusammenschrauben und erst einmal über Nacht in den Parc ferme stellen. Am Morgen hatte er dann vor dem Start noch einmal 10 Minuten Zeit im Arbeitsraum, um den mittlerweile neu organisierten Zündungsdeckel auszutauschen: „Da war ich schon vor dem Start einmal nass geschwitzt,“ meinte der Husqvarna-Fahrer anschließend.


Ein Fahrer wird aber beim Abschluss-Moto-Cross nicht mit dabei sein: Jörg Haustein, der am Mittwoch Abend vorsichtshalber zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht wurde, blieb dann auch gleich da - Es war ein Riß im Beckenkamm festgestellt worden, woraus wohl auch seine Beschwerden resultierten. Haustein hatte schon vor einem Jahr das besondere Pech gehabt, sich das Bein bei den damaligen Sixdays in Chile zu brechen.
Nun müssen seine drei Teamkollegen ohne ihn auskommen - da ohnehin nur drei der vier Fahrer gewertet werden ist der Ausfall eines Fahrers noch aufzufangen, wie bereits die Trophy der Spanier und das Team aus den USA beweisen. Zunächst konnte man auch den sechsten Platz halten - Auch wenn Andreas Beier zunehmend Probleme bekommt: „Nach einem Sturz auf die Schulter, die ich mir zu Saisonbeginn bereits einmal ausgekugelt hatte, tut mir diese ziemlich weh. Dann bin ich auch in der ersten Sonderprüfung gleich über einen Anlieger rausgerutscht und den Hügel hinab - da hat mir dann sogar ein Zuschauer wieder zurück auf die Strecke geholfen. Nun schmerzt die Schulter so sehr, dass ich kaum am Lenker ziehen kann.“
Auch Derrick Görner laboriert noch mit seinem geschwollenen Ellenbogen: Tagsüber mit Salbenverband und Kühlung bemüht man sich die Entzündung in den Griff zu bekommen.
Dagegen ist der Tag von Edward „Eddi“ Hübner schon eher langweilig - er kommt gut zurecht, hatte aber im letzten Test des Tages noch einen harmlosen Umfaller: „Ärgerlich war nur, das es so lange gebraucht hat, um wieder aufzustehen. Das hat mir mehr Zeit gekostet, als nötig gewesen wäre.“

Markus Wenzel hatte in der zweiten Sonderprüfung der ersten Runde einen kapitalen Sturz. Danach war er völlig benommen und schaffte es gerade noch sein Motorrad wieder zum Laufen zu bringen (der Gasgriff war auch abgerutscht), die Prüfung zu beenden und dann zur Zeitkontrolle zu Fahren. Danach rettete er sich noch irgendwie über die restlichen 1 ½ Runden bis ins Ziel, wo sich dann der medizinische Betreuer des Teams Walter „Doc“ Dielmann sich um ihn kümmerte. Doch Wenzel ist sicher, dass er trotz Schmerzen auch noch den Freitag in Angriff nehmen wird. Sein Sturz und sein körperlicher Zustand war für seine Freundin und die Eltern, die nach Griechenland mitgekommen waren höchst erschreckend, doch einige Stunden später war er wieder aufgepäppelt.

TEAMGEIST WIRD GROSS GESCHRIEBEN
Auch nach einem langen „Arbeitstag“ legen die Fahrer der Trophy noch nicht die Hände in den Schoß. So wie auf dem obigen Bild Marco Straubel geben sie ihre Erfahrungen an die anderen Teilnehmer weiter. So bekommt Heike Petrick genau gesagt, was sie beim Reifenwechsel alles machen muss - und Straubel genießt einen der seltenen Momente, bei denen eine Frau einmal genau das macht, was ein Mann ihr sagt. Aber auch sonst stehen Fahrer wie Ralf Scheidhauer im Ziel immer wieder mit Rat und Tat den später gestarteten Clubfahrern zur Seite. Außer Wenzel sind weiterhin alle Fahrer noch ohne Zeitstrafpunkte.

Ergebnisse: World-Trophy

Junior-Trophy

Damen-Trophy

Klasse E1

Klasse E2

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