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DMSB-Junior Edward Hübner ist Vize-Europameister!

Ein Rückblick auf eine erfolgreiche
Enduro EM-Saison 2010


"Geschafft!" Erschöpft und vollkommen ausgepowert bis ins letzte Mark, aber dennoch glücklich und zufrieden, stellte Edward Hübner nach der Abschluss-Prüfung im portugiesischen Oliveira do Hospital seine Maschine ab. Nun war es offiziell, sein bis dato größter Erfolg war perfekt: Enduro Vize-Europameister 2010! Doch hatte es zunächst, nach einem vorabendlichen Krankenhausaufenthalt, erst gar nicht danach ausgesehen.

Rückblick:
Die diesjährige Enduro EM-Saison war lang und begann schon am ersten Mai-Wochenende im französischen Boussac. Hoch waren die gesteckten Ziele des Edward Hübner. Schließlich beendete er im Vorjahr die Serie auf einem starken vierten Platz. Doch wer den ehrgeizigen Sachsen kennt, weiß genau, dass er sich damit noch lange nicht zufrieden gibt: "2010 muss endlich ein internationaler Podiumsplatz her!" und vielleicht, wenn alles optimal läuft, ja sogar der Titel.
Doch der erste Tag begann nach eigenem Bekunden "sehr zäh und schleppend". Ob es an den, eher ungewohnten, Strecken-Bedingungen lag oder mehr eine eigene Kopfsache war, wusste selbst Eddi nicht so genau: "Die ersten DEM-Läufe liefen richtig gut für mich. Ich hatte optimal trainieren können und dann das. Ich lag nach der ersten Runde nicht einmal unter den besten Zehn meiner Klasse. Zum Glück hatte ich mich dann wieder gefangen und konnte auf den fünften Rang vorfahren." Doch die anfänglichen Schwierigkeiten waren am zweiten Tag vergessen. Mit konstant schnellen Zeiten fuhr er sich im Laufe des Tages an die Spitze der E1 Junioren. Doch in der letzten Runde passierte ihm ein Missgeschick: "Das war eine Situation, an die ich mich nur sehr ungern zurückerinnere. Im Enduro-Test hat sich mein Motorrad an einem Baumstamm so unglücklich verkeilt, dass ich dort locker eine halbe Minute eingebüßt habe." Bei der Leistungsdichte in dieser Klasse sind solche Fehler unverzeihlich. Am Ende war es erneut der 5. Tagesrang. "Eigentlich hatte ich mir vom EM-Auftakt mehr versprochen, doch jetzt kommt Polen und das Terrain sollte mir mehr liegen.", gab er sich schon damals gewohnt kämpferisch.

Und er behielt recht. War doch die dortige Streckenführung in Kielce, schon eher mit dem Terrain in heimischen Gefilden zu vergleichen. Die Prüfungen waren teils im Sand und teils auf Hartboden. Die Strecke in Wäldern stand, durch den vorrangegangenen Dauerregen, komplett unter Wasser. "Das hat mich stark an das Schlammloch in Dahlen erinnert, nur dass es hier die komplette Runde so war", erinnerte sich Eddi schmunzelnd. Doch das störte den KTM-Fahrer reichlich wenig. Er fühlte sich auf den Etappen, wie auch in den Prüfungen pudelwohl. Das Ergebnis: Sieg am ersten Tag, knapp geschlagen auf Rang zwei am Folgetag. "Das war schon ein super Wochenende. Mein erster EM-Sieg! Jetzt lag ich wieder, mit Blick auf die Meisterschaft, voll im Plan!", zeigt er sich noch heute mächtig stolz, über seine damalige Leistung.

So ging es dann hochmotiviert zu den Läufen fünf und sechs ins italienische Val di Nizza. Dort erwartete die Teilnehmer Hitze und Sonne satt, so wie man sich es eben in Südeuropa vorstellt. "Das war schon ziemlich brutal dort, 42 Grad im Schatten und Staub ohne Ende! Ein langer Wiesen-Cross-Test, ein Extrem-Test in einem Bachbett und ein wirklich harter Enduro-Test. Dort ging es mit dem vierten, fünften Gang Vollgas durch den Wald. Das war eigentlich nicht so ganz mein Ding, aber auch damit muss man zurecht kommen, wenn man ganz vorn mitfahren will", meinte Eddi dazu pragmatisch. Und das schaffte er. Der DMSB-Junior biss und kämpfte sich auf einen vierten Tagesrang, unmittelbar hinter seinen direkten Kontrahenten Massimo Mangini. Am zweiten Tag lief es noch besser. Rang drei und dieses Mal sogar vor Mangini, womit er wieder Boden gut machen konnte.
Das dreitägige Finale in Portugal, versprach ein heißer Tanz zu werden. Lagen doch die ersten Drei der E1 Junioren dicht beisammen.

"In Portugal war somit alles noch drin für mich. Zehn Punkte hinter dem führenden Italiener, und zehn Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten Jonathan Manzi. Da durfte man sich keinen Fehler erlauben.", war sich Eddi der engen Situation bewusst.
Am ersten Tag kam der Fahrer mit der BvZ-KTM besser zurecht als gedacht. Waren doch die Prüfungen wieder sehr auf die südländischen Teilnehmern zugeschnitten. Vor allem der Extrem-Test, welcher zum Teil schräg über eine Felsplatte führte, hatte es in sich! "Das war schon sehr knifflig dort. So etwas, in dieser Art, kann man ja nirgends trainieren." Trotz aller ungewohnten Umstände reichte es zu Platz vier, nur eine Sekunde hinter dem Dritten und dazu noch vier Punkte auf den Spitzenreiter gut gemacht, welcher nur Siebter wurde.
Tag zwei allerdings brachte die Entscheidung: "Ich fühlte mich zunächst ganz normal, doch gegen Ende des Tages ging es nicht mehr ganz so locker von der Hand. In der letzten Runde hatte ich trotz größter Anstrengung, schon reichlich Zeit auf meine direkte Konkurrenz eingebüßt. Ich merkte, dass mein Körper den enormen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Die engen, steinigen Etappen, welche nur im Schritttempo zu bewältigen waren und dazu die unerträgliche Hitze ohne jeglichen Luftzug, waren an diesem Tag etwas zu viel für mich. Ich kämpfte mich ins Ziel und als ich mein Motorrad im Parc Ferme abstellte, überkamen mich Krämpfe! Ich konnte mich kaum noch bewegen, alle Muskeln krampften. Ich wurde sofort von der Ambulanz eingesammelt und ins Krankenhaus gebracht."
Nach einer Infusion und etwas Ruhe konnte Eddi zum Glück das Krankenhaus am späten Abend wieder verlassen. Schließlich stand ja noch das Abschluss-Cross am nächsten Tag an und da wollte er natürlich unbedingt an den Start gehen. – Doch daraus wurde nichts. Nicht, dass er nicht fit gewesen wäre, doch das Cross wurde, wegen der immensen Staubentwicklung, abgesagt. So galt es nur noch einmal für jeden Teilnehmer, eine Runde auf der MX-Strecke auf Zeit zu fahren. "Um ehrlich zu sein, bin ich mehr auf Sicherheit gefahren und habe nichts mehr riskiert. Schließlich ging es ja noch um den Vizetitel!", blickte Eddi zurück. Und abschließend: "Ich war froh, dass am Ende doch noch alles gut gegangen ist. Die Freude über den Vize-Titel ist natürlich sehr groß und macht mich auch stolz und glücklich! Das ist mit Abstand das beste Ergebnis, was ich bisher einfahren konnte!"



Sehr erfolgreich nahm auch Heike Petrick an der diesjährigen Enduro-EM teil. In der Damenwertung konnte sie insgesamt drei Läufe für sich entscheiden. Ein Ausfall kostete ihr den möglichen Titel. In der Endabrechnung reichte es dennoch, hinter der Französin Geraldine Fournel, zum hochverdienten Vizemeistertitel.
Ebenfalls gut präsentierte sich aus deutscher Sicht Jörg. Er fuhr im Laufe der Saison zwei Mal auf das Podest und sicherte sich in der Klasse E1 Junioren den achten Gesamtrang.