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Deutscher Enduro Cup

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 01.10.2017

GPS-Daten:
50.419347, 7.119483

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Finallauf zur Enduro-Weltmeisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
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Finallauf zur
Deutschen Enduro Meisterschaft


AUSSCHREIBUNG
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Halbzeit in der EWC – Marcus Kehr zieht Zwischenbilanz

Während die Enduro-Europameisterschaft erst am kommenden Wochenende in die neue Saison startet, ist in der Enduro-Weltmeisterschaft bereits Halbzeit. Die EWC 2012 begann erstmalig mit einer Doppelveranstaltung in Südamerika, ehe im Mai die Serie auf der Iberischen Halbinsel fortgesetzt wurde. Nach acht Wertungstagen liegen, mit Antoine Meo (E1), Pierre-Alexandre Renet (E2), Christophe Nambotin (E3) und Mathias Bellino (Junioren), ausnahmslos Fahrer der "Grande Nation" in Front!
Einziger Fahrer, welcher die deutschen Farben derzeit in der EWC vertritt, ist Marcus Kehr. Nach einer letztjährig komplizierten Saison auf der internationalen Bühne, fand er nun wieder zur gewohnten Stärke zurück, was der sechste Rang in der momentanen E3-Gesamtwertung verdeutlicht. Höchste Zeit also, um mit dem Deutschen Enduro-Champion ein kurzes Zwischenfazit zu ziehen.

2011 war Deine bisher schwierigste Saison in der EWC. Eine schwere Verletzung bremste Dich stark ein, die guten Ergebnisse der Jahre zuvor blieben aus. Hat Dich das auf die Vorbereitung der jetzigen Saison eher belastet oder war es Motivation wieder in die erweiterte Weltspitze zurück zukehren?
In der Tat war die letztjährige EWC-Saison keine einfache. Ich hatte schon hin und wieder mit Verletzungen zu kämpfen, doch eine so Schwerwiegende und das zu diesem Zeitpunkt, gleich am Anfang des Jahres, war schon eine sehr unschöne Situation. Die Verletzung war, den Umständen entsprechend, relativ schnell auskuriert. Allerdings war ich vom Kopf her noch zu sehr gehemmt, was ich mir aber anfangs nicht eingestehen wollte. Dennoch war ich mir sicher, wenn ich dieses Problem wieder in den Griff bekomme, kann ich auch wieder vorn bei den Jungs mitfahren. Schließlich habe ich das Motorradfahren nicht innerhalb der paar Wochen verlernt oder die Konkurrenz ist gleich um Welten besser geworden. Daher habe ich mir in der Vorbereitung keinen großen Druck gemacht. Ich war mir sicher, dass ich dieses Jahr genauso so gut starten kann, wie all die Jahre zuvor. An Motivation hat es daher nicht gemangelt.

Die EWC gastierte zum Auftakt erstmalig in Chile und Argentinien. Was für bleibende Eindrücke haben die Läufe in Südamerika bei Dir hinterlassen?
Rückblickend war es ein großes Abenteuer. Die aufwendige Planung im Vorfeld, die Reise und Logistik, die Erlebnisse vor Ort, die Menschen und deren Lebensweise, die Landschaft und natürlich das Endurofahren auf einem fremden Kontinent an sich. Das sind einfach Eindrücke fürs Leben! Auch die beiden Veranstaltungen, abgesehen von dem immensen Staub in Chile, waren richtig gut. Besonders der Lauf in Argentinien war ein wahres Highlight. Die Veranstalter vor Ort haben sich wirklich große Mühe gegeben!

Warst Du dort, trotz des für Mitteleuropäer sehr gewöhnungsbedürftigen Klimas und Terrains, mit Deinem Abschneiden zufrieden?
Es herrschten teilweise 40 Grad im Schatten und es ging durch endlose Steinwüsten. In der Tat, da kann man wirklich von außergewöhnlichen Bedingungen sprechen. Aber es ist ja nicht so, dass ich noch nie vorher in Südamerika Enduro-Rennen gefahren bin. Der EWC-Lauf in Mexiko 2009 oder die Six Days in Brasilien, ich wusste also schon, was mich in etwa erwarten würde. In Chile waren die Ergebnisse durch den starken Staub und den daraus resultierenden, schwierigen Bedingungen in den Prüfungen noch verzerrt, aber speziell mit dem Abschneiden in Argentinien bin ich schon sehr zufrieden.



Die EWC wurde in Spanien fortgesetzt. Dort konntest Du mit Top-Zeiten und, speziell am zweiten Tag, einem vierten Platz glänzen. Ein besonderes Gefühl, wieder ganz vorn mit dabei zu sein?
Schon als ich die Tests im Vorfeld abgelaufen bin, hatte ich das Gefühl, hier etwas reißen zu können. Diese kamen mir wirklich sehr entgegen. Zudem konnte man endlich einmal von "neutralem" Boden sprechen, also nicht so stein- und hartboden-lastig, wie die meisten Läufe in der EWC. Am ersten Tag bin ich auch mit der zweitbesten Zeit gut gestartet. Aber dann war ich innerlich zu aufgeregt und einfach zu unkonzentriert. Viele kleine Fehler addierten sich, ein Sturz, zwei Rutscher und schon war ich weg von der Spitzengruppe. Am zweiten Tag lief es dann deutlich besser. Ich bin die Sache ruhiger angegangen und das hat sich ausgezahlt! Klar wäre ein Podiumsplatz die Krönung gewesen. Aber mit nur sieben Sekunden Rückstand den vierten Platz zu belegen, war natürlich eine absolute Genugtuung. Ich war sehr, sehr zufrieden!

In Portugal konntest Du nicht ganz daran anknüpfen, was waren die Gründe?
Ganz klar, ich war einfach, den Anderen gegenüber, zu langsam. Die Bedingungen spielten mir eben nicht so in die Karten, wie noch zuvor in Spanien. Ich habe immer versucht rund und sauber zu fahren, doch letztendlich war das nicht genug. Dennoch konnte ich an beiden Tagen punkten und meinen sechsten Rang in der E3-Gesamtwertung verteidigen und das stand für mich im Vordergrund.

Jetzt geht es in die zweite Hälfte. Neben Italien und dem Finale in Frankreich, stehen erstmalig seit vielen Jahren wieder EWC-Läufe in Schweden und Finnland auf dem Plan. Was erwartest Du Dir dort und was sind Deine Ziele für die restliche Saison?
Ich freue mich wirklich schon sehr auf die Läufe in Skandinavien. Ich denke, die Streckenverhältnisse werden mir persönlich wieder mehr entgegenkommen. Ich erwarte ein ganz anderes Terrain, als das, was wir bisher in dieser EWC-Saison hatten. Sandige Böden und endlos lange Enduro-Test in den Wäldern, das sind die Bedingungen mit denen ich dort rechne. Schweden und Finnland, das sind traditionelle Enduro-Großmächte der letzen Jahre, die wissen dort ganz genau, worauf es bei einer richtigen Geländefahrt ankommt.
Mein Ziel für die diesjährige EWC ist, nach wie vor, in der Endabrechnung unter die Top Fünf zu kommen, auch wenn es extrem schwer werden wird. Aber wir haben erst Halbzeit, da kann noch viel passieren. Natürlich möchte ich noch mit guten Einzelplatzierungen glänzen und möglichst jeden Lauf in den Punkten beenden. Vor allem aber, möchte ich verletzungsfrei über die Runden kommen!