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Enduro Europa-Meisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 22.07.2017

GPS-Daten:
52.245946, 11.911845

 
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EWC 2014 – die Meister sind gekürt!

Nach einer langen Saison fand vergangenes Wochenende das Finale zur diesjährigen Enduro-Weltmeisterschaft statt. Brioude in Frankreich war die letzte Station der EWC, welche Anfang April in Spanien begonnen hatte.

E1 - "Nambo" nahezu konkurrenzlos
Nach vielen, erfolgreichen Jahren in der E3 suchte Zweifach-Weltmeister Christophe Nambotin für 2014 eine neue Herausforderung und sattelte von der 300er Zweitakt- auf die 250er Viertakt-KTM um. Der eher ungewöhnliche Wechsel, auf die kleinere und etwas leistungsschwächere Maschine, beeinträchtigte den Ausnahmekönner jedoch kaum. In beeindruckender Manier setzte der Franzose seine Erfolgsserie auch in der E1 weiter fort. Einzig TM-Werksfahrer Eero Remes aus Finnland konnte ihm zur Saisonmitte Paroli bieten und holte jeweils einen Tagessieg in Griechenland, Finnland und Schweden. Doch Nambotin war einfach zu stark und vor allem zu konstant, so dass er sich bereits beim vorletzten Lauf im italienischen Lumezzane den Titel sicherte. Für Remes war es letztlich der Vizetitel vor dem Spanier Cristobal Guerrero, welcher zum Schluss noch einmal zittern musste. Der KTM-Fahrer schied nach Sturz am ersten Tag der Finalrunde aus. Trotz dabei erlittener Handverletzung kämpfte er sich den zweiten Tag ins Ziel und sicherte sich so die nötigen Punkte, um letztlich den dritten Platz vor dem französischen Sherco-Werksfahrer Jeremy Tarroux zu verteidigen.


E1-Weltmeister Christophe Nambotin

E2 - erst Meo, dann Renet
Zu Beginn des Jahres sah es schon wieder nach einem Durchmarsch von Antoine Meo aus. Der amtierende E1-Weltmeister kam auch nach seinem Wechsel in die E2 glänzend zurecht und beherrschte die Konkurrenz nahezu nach Belieben. Lediglich sein französischer Landsmann Pierre-Alexandere Renet konnte dem KTM-Fahrer zwei Tagessiege abringen und dadurch mit dem Spitzenreiter auf Tuchfühlung bleiben. Dahinter reihte sich mit Johnny Aubert auf Beta ein weiterer Franzose ein, ehe Titelverteidiger Alex Salvini folgte. Der Italiener erlitt kurz vor dem EWC-Auftakt eine Handverletzung und ist dementsprechend gehandicapt in die Saison gestartet. Doch am ersten Tag beim Finnland-GP erwischte es ausgerechnet den bisherigen Überflieger Antoine Meo. Nach einem heftigen Sturz verabschiedete er sich nicht nur aus dem Bewerb, sondern auch aus der Saison. Somit schien der Weg frei für "Pela" Renet. Der Husqvarna-Fahrer machte keinerlei Fehler und sicherte sich bereits bei der vorletzten Veranstaltung in Italien den E2-Titel. Johnny Aubert, bis dato sicherer Zweiter musste zum Ende der Saison noch einige Federn lassen. Ein technischer Defekt sowie ein Sturz bedeuteten zwei Nullnummern, so dass er auf Rang drei abrutschte. Somit ging der Vize-Titel an Honda-Fahrer Salvini, der nach durchwachsenem Saisonstart noch ein versöhnliches Ende, gekrönt mit dem Doppelsieg beim Heim-GP in Lumezzane, feiern konnte.


E2-Weltmeister Pierre-Alexandre Renet

E3 - keiner der Top-Fahrer kam ungeschoren davon
Es sah schon so aus, als ob Ivan Cervantes seinem fünften WM-Titel ungefährdet entgegensteuerte. Fünf Tagessiege am Stück gingen auf das Konto des Spaniers, ehe Matthew Phillips erstmals ganz oben stand. Fortan machte der Australier Jagd auf seinen KTM-Teamkollegen. Doch der Zweikampf wurde in Schweden abrupt beendet, als Ivan Cervantes sich eine schwerwiegende Fußverletzung zuzog. So konnten die Konkurrenten eigentlich Boden gutmachen. Doch auch diese wurden vom Verletzungspech stark ausgebremst. Mathias Bellino, Tagessieger in Schweden, musste mit einem Kreuzbandriss die Saison frühzeitig beenden. Und auch Matti Seistola legte eine unfreiwillige Zwangspause ein, da er sich kurz vor dem Italien-GP beim Training im Gesicht verletzte. Ivan Cervantes selbst nahm die Veranstaltung in Lumezzane unter Schmerzen in Angriff und landete auf Rang sechs, während Phillips mit einem Sieg seinen Punktevorsprung weiter ausbauen konnte. Doch auch den Australier suchte das Verletzungspech heim und er musste, nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit einer Eisenstange in der Sonderprüfung, den Tag vorzeitig beenden. So kam es in Frankreich zum finalen "Show-Down der Angeschlagenen". Matthew Phillips gewann den ersten Tag vor Cervantes. Der seinerseits siegte am zweiten Tag vor Sherco-Fahrer Seistola. Phillips reichte der dritte Tagesrang, welchen er unter starken Schmerzen einfuhr, zum sensationellen Titelgewinn in der E3. Für Ivan Cervantes blieb der Vizetitel, Matti Seistola wurde Gesamtdritter.


E3-Weltmeister Matthew Phillips

Die anderen Klassen
Bei den Junioren trat Danny McCanney die Nachfolge von Matthew Phillips an. Der Brite von der Isle of Man sicherte sich auf seiner Beta den begehrten Nachwuchs-WM-Titel. Im Youngster-Cup ging der Gesamtsieg an den Italiener Davide Soreca auf Yamaha. Und bei den Damen verteidigte Laia Sanz erfolgreich ihren Titel. Damit machte die spanische Honda-Fahrerin den Titel-Hattrick perfekt und stieg damit zur erfolgreichsten Enduro-Pilotin aller Zeiten auf!


Junioren-Weltmeister Danny McCanney

Die Deutschen
Nach dem Rücktritt von Marcus Kehr aus der EWC Ende letzten Jahres, gab es in dieser Saison keinen permanenten deutschen Dauerstarter in der Enduro-WM. Für Edward Hübner, welcher diese Rolle am ehesten ausfüllen wollte, blieb es auf Grund einer Augenverletzung und Terminüberschneidungen, bei lediglich zwei Einsätzen zu Saisonbeginn. Dort konnte sich der KTM-Fahrer allerdings gut in Szene setzen. Zum Auftakt in Spanien sicherte er sich die Plätze elf und zehn in der Klasse E1. Beim Portugal-GP konnte er sich weiter steigern und sicherte sich nach einer starken Vorstellung die Ränge acht und neun! Desweiteren suchte Marco Neubert die Herausforderung in der EWC. Seine Teilnahme beim Italien-GP blieb zunächst unbelohnt. Nach guten Zeiten, aber mit technischem Defekt und einem daraus resultierenden Sturz, schied er am ersten Tag aus. Am zweiten Tag kam er nach einer kämpferischen Leistung auf Rang vierzehn.


Marco Neubert

Ebenfalls EWC-Luft schnupperten die Nachwuchsfahrer Tim Apolle und Tilman Krause. Tim Apolle versuchte sich beim EWC-Auftakt im Youngster-Cup und musste dort als 21. und 18. noch viel Lehrgeld zahlen. Tilman Krause war in Schweden und Italien am Start. Beide Veranstaltungen hielten besondere Herausforderungen bereit. War es in Skandinavien eine immens hohe Gesamtprüfungszeit von über zwei Stunden, so machten in Italien vor allem Schlamm und knappe Etappenzeiten den Fahrern zu schaffen. Für Tilman Krause stand dabei Erfahrung sammeln im Vordergrund. Als seine besten Ergebnisse standen letztlich Platz 18 in Schweden und ein 17. Rang in Italien zu Buche.


Tilman Krause

Alle Fotos entstanden beim EWC-Lauf im italienischen Lumezzane.


Termine 2015
Für die kommende Saison gibt es bereits einen provisorischen Termin-Kalender. Der Auftakt findet in Südamerika statt, ehe es Anfang Mai nach Europa geht. Neben den obligatorischen EWC-ausrichtenden Nationen, stößt mit Belgien ein gänzlich neues Veranstaltungsland hinzu!

Terminübersicht Enduro-Weltmeisterschaft 2015:
11.04.-12.04.2015 Brasilien
18.04.-19.04.2015 Chile
09.05.-10.05.2015 Spanien
16.05.-17.05.2015 Portugal
06.06.-07.06.2015 Belgien
20.06.-21.06.2015 Griechenland
18.07.-19.07.2015 Italien
03.10.-04.10.2015 Frankreich