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EWC Belgien: Deutschland stark vertreten!

Das hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben: Insgesamt neun deutsche Fahrer stellten sich vergangenes Wochenende der Herausforderung der Enduro-Weltmeisterschaft! Für einige war dies eine absolute Premiere, genauso wie für das Gastgeberland Belgien, welches erstmals in der Geschichte der EWC einen Lauf ausrichten durfte. Austragungsort war Saint Hubert im südöstlichen Zipfel des Landes und ca. 150 km von Trier entfernt. So hatten beispielsweise Mark Risse, Jan Schäfer oder Paul Roßbach eine kürzere Anreise, als zu manch einem DEM-Lauf. Die Streckenführung war eher harmlos. Feld und Waldwege ohne größere Highlights bestimmten das Bild. Dafür hatten es die Sonderprüfungen in sich. Speziell der Extrem-Test stellte für die Fahrer eine echte Herausforderung dar. Insbesondere eine fast senkrechte Betonwand, welche es dort zu erklimmen galt, war im Vorfeld großes Thema unter den Aktiven. „So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen bzw. bin es selbst gefahren“, gab Davide von Zitzewitz zu, welcher auch erstmalig EWC-Luft schnupperte.

Etwas routinierter auf diesem Gebiet ist Edward Hübner. Schon viele Jahre war er in der EM unterwegs und bestritt parallel dazu auch immer wieder einige WM-Läufe. In diesem Jahr nimmt der KTM-Fahrer nun erstmalig an einer kompletten WM-Saison teil. Und dabei geht die Lern- sowie Leistungskurve immer weiter nach oben! Speziell am ersten Tag konnte er mit einer drittschnellsten Zeit im Enduro-Test glänzen. Rang acht stand letztlich für ihn zu Buche. Am zweiten Tag konnte er diesen Platz erneut einfahren und verbesserte sich so auf Rang neun der E1-Gesamtwertung. Für den amtierenden Deutschen Meister war es somit, das bisher erfolgreichste EWC-Wochenende seiner Karriere!


#48 Edward Hübner

In der E2 griff Marco Neubert in das Geschehen ein. Mit 28 Startern war diese Klasse überaus stark besetzt. Sein hochgestecktes Ziel, Top 15 und somit WM-Punkte. Doch das Vorhaben wurde am ersten Tag abrupt gestoppt, als der Honda-Fahrer im Steinfeld stürzte und sich dabei recht unglücklich und schmerzhaft mit der Hand abfing. Der erste Verdacht auf einen Bruch bestätigte sich jedoch nicht, es war zum Glück nur eine extrem starke Prellung. Dennoch, an einen Start am zweiten Tag war nicht zu denken.

Enduro-WM-Premiere für Dennis Schröter! Der amtierende Deutsche Enduro-Champion war in seiner früheren Motocross-Karriere bereits bei WM- und EM-Läufen sowie den MX of Nations an den Start gegangen. Im Endurosport bestritt er ebenfalls schon einen Lauf zur EM und drei Six Days. Iin Belgien wollte er nun die letzte Lücke schließen. „Ich wollte schon immer einmal einen Lauf zu Enduro-WM bestreiten. Hier bot sich es an. Es war eine wirklich interessante Erfahrung“, so der Husqvarna-Fahrer, welcher letztlich die Plätze elf und zehn belegte.


#16 Dennis Schröter

Ebenfalls in der E3 am Start war Mark Risse. Für den Beta-Fahrer war es die erste WM-Veranstaltung seit fünf Jahren. Mit den Rängen dreizehn und elf fuhr er beide Tage ebenfalls in die Punkteränge.


#4 Mark Risse

In der Junioren-Klasse waren gleich vier deutsche Fahrer am Start. Und für alle war es die Premiere auf der WM-Bühne. Am besten zog sich dabei Davide von Zitzewitz aus der Affäre. Besonders am zweiten Tag, als die anfängliche Aufregung verflogen war, konnte er sein ganzes Potenzial aufzeigen. „Top Ten war mein Ziel, Platz zehn ist es geworden, ich bin sehr zufrieden“, freute sich der KTM-Fahrer, der am ersten Tag noch dreizehnter war.


#45 Davide von Zitzewitz

Ebenfalls zweimal in die Punkte, mit Rang 15 und 13, schaffte es Jan Schäfer. „Die WM ist schon noch einmal ein anderes Kaliber. Aber es hat total Spaß gemacht, besonders der Extrem-Test hat mir richtig gut gefallen.“ In der Tat konnte dort der KTM-Fahrer, welcher seine sportlichen Wurzeln im Trialsport hat, mit guten Zeiten unter den besten Zehn glänzen.


#36 Jan Schäfer

Was für eine Entwicklung. Vor zwei Jahren noch im Deutschen Enduro-Pokal, letztes Jahr Deutscher Junioren-Pokal-Sieger und nun der erste WM-Lauf. Paul Roßbach belegte dabei die Ränge 21 und 17, wobei das Ende doch recht schmerzhaft war. „Ich haute mir in der letzten Runde noch einmal schmerzhaft den Fuß an, so dass ich nur noch rumgerollt bin und froh war, das Ziel zu erreichen.
Das blieb Leonhard Blaack leider verwehrt. Der Beta-Fahrer verletzte sich am ersten Tag im Cross-Test am Knie. Mit Verdacht auf ein angerissenes Kreuzband wurde vorsorglich auf einen weiteren Start verzichtet.

Großer Respekt gebührt auch Yanik Spachmüller! Nicht nur, das er als erster Fahrer am Freitagabend den Supertest eröffnete, sondern auch, weil sich der Youngster an beiden Tagen mit Bravour durchkämpfte. Der verdiente Lohn, die starken Plätze zehn und acht in der Youth-Cup-Klasse, welche ausschließlich Fahrern bis 20 Jahre und mit 125er Zweitakt-Maschinen vorbehalten ist.


#15 Yanik Spachmüller

Die ausführlichen Ergebnisse zum GP von Belgien sowie die aktuellen Zwischenstände sind auf der offiziellen Webseite der Enduro-Weltmeisterschaft einzusehen. Der letzte Lauf zur Serie findet Anfang Oktober im französischen Requista statt.