nächste Veranstaltung

Enduro Europa-Meisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

GPS-Daten:
52.245946, 11.911845

 
   Zur Online-Nennung


 
   Transponder-Informationen



 
   Zur Online-Lizenz-Beantragung



 
   Logos zum Downloaden



 
   Newsletter

Zur An- und Abmeldung

 

   DEM-Partner


 
   Partner der Deutschen
Enduro-Nationalmannschaft


 
   Dachverbände

 
   Weitere Links
 

ISDE 2015 – Tag drei:
Turbulente Ereignisse werfen Top-Teams aus dem Rennen

Zunächst erwischte es Kailub Russell, welcher noch am ersten Fahrtag mit der schnellsten Zeit aller Teilnehmer glänzte. Der US-Amerikaner stürzte in der zweiten Prüfung überaus heftig und verletzte sich dabei schmerzhaft am Knie. Dennoch fuhr er weiter, bis er zwei Tests später erneut zu Sturz kam. Bei diesem kapitalen Abflug demolierte er sein Motorrad dermaßen, dass er endgültig aufgeben musste. Somit durfte sich das US-Team keinen weiteren Schnitzer mehr erlauben, um auch weiterhin im Rennen um den Trophy-Sieg zu bleiben. Besonders Team-Fahrer Ryan Sipes setzte dabei alles auf eine Karte und wurde am Ende Overall-Sieger des dritten Fahrtages.


Ryan Sipes war heute von Niemandem zu bremsen - Foto: FIM / Future 7 Media

Doch das turbulenteste Ereignis, welches gleich mehrere Nationen betraf, nahm erst seinen Lauf. Am Abend wurden gleich acht Top-Fahrer aus den Trophy-Teams Frankreich (Marc Bourgeois, Anthony Boissiere, Jeremy Joly), Spanien (Lorenzo Santolino, Cristobal Guerrero), den USA (Taylor Robert), Italien (Manuel Monni) und Großbritannien (David Knight) wegen Auslassens einer Durchfahrtskontrolle aus der Wertung genommen. Diese Disqualifikationen zogen natürlich entsprechende Proteste und Jury-Meetings nach sich. Aber es blieb "vorerst" beim Ausschluss dieser acht Fahrer. "Vorerst" bedeutet, dass hier noch nicht das allerletzte Wort gesprochen ist…

Die Australier, welche von diesem Ereignis gänzlich unberührt blieben, sind nun allein auf weiter Flur. Sie führen mit satten zwölf Minuten Vorsprung auf Italien. Die Azzurris sind, von den mit Disqualifikationen belasteten Teams, die einzige Nation, welche sich noch ein Streichresultat leisten kann, ohne gleich an das Ende des Feldes zurück zu rutschen. Rang drei belegen die Finnen, vor den Deutschen. Hierbei überstrahlte Edward Hübner einmal mehr seine überaus tapfer kämpfenden Teamkollegen. "Eddi" sicherte sich heute Platz vier in der E1-Tageswertung und liegt in der Klassen-Gesamtwertung sogar auf Rang drei!


Edward Hübner wächst bei den Six Days gerade über sich hinaus!

Bei den Junioren bauten die Australier ihren Vorsprung auf die Teams Schweden und USA weiter aus. Dahinter zieht sich das Feld, welches gestern noch so eng beieinander lag, wieder etwas auseinander.


Daniel Sanders führt nicht nur mit den australischen Junioren, sondern auch im E3-Gesamtklassement - Foto: FIM / Future 7 Media

Die deutsche Mannschaft rutschte auf Rang zwölf ab. Das lag in erster Linie daran, dass der bisherige Leistungsträger Bruno Wächtler mit Motorschaden vorzeitig ausschied.


Für Bruno Wächtler sind die Six Days leider frühzeitig beendet

Doch er war nicht der Einzige, welchen es im deutschen Lager erwischte. Auch Florian Ebener (DMSB-Team 1) musste seine Maschine mit defekter Zylinder-Kopfdichtung abstellen. Allerdings steht jedem Clubfahrer einen Re-Start zu und so wird er morgen mit repariertem Motorrad wieder in das Geschehen eingreifen. Ob das Hendrik Richter (DMSB-Team 2) ebenfalls gelingt, ist noch unklar. Seit dem ersten Tag kämpft er mit einer Schwellung am rechten Unterarm. Am späten Abend befand er sich immer noch in medizinischer Behandlung.
Somit rutschten die beiden Club-Teams in der Gesamtwertung zurück. Am besten ist nun das Team DMSB-5 (ADAC Südbaden / ADAC Sachsen) mit Alexander Gehlert, Mike Künzelmann und Felix Martin platziert.


Christian Weiß liefert bei seinen zweiten Six Days bisher
eine überaus solide Leistung ab


Morgen geht es nun auf eine neue Rundenführung, welche auch eine neue Sonderprüfung beinhaltet. FIM Strecken-Inspektor Maurizio Micheluz meinte dazu im Vorfeld, Tag vier und fünf werden die härtesten und anspruchsvollsten, quasi der Gradmesser dieser 90. Sechstagefahrt. Es bleibt also spannend!

Die Live-Zeiten sowie die Tages-Ergebnisse und Zwischenstände gibt es aktuell auf www.fim-isde-live.info.