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ISDE 2015 – Tag vier:
Australien weiterhin dreimal in Front

Nach dem, überaus turbulenten Ende des dritten Fahrtages, welches im Wertungsausschluss von acht Trophy-Fahrern aus fünf verschiedenen Nationen gipfelte, waren diese Disqualifikationen auch am heutigen Tag ein noch heiß diskutiertes Thema. Fakt ist, das die betroffenen Fahrer auch heute am Start waren, deren Sonderprüfungszeiten auch im Online-Live-Timing erschienen, jedoch nicht für die Gesamtwertung berücksichtig wurden. Doch wie kam es dazu?
Kurze Rückblende auf den gestrigen dritten Fahrtag. An diesem wurde die Strecke wie an den ersten beiden Tagen gefahren, jedoch entgegengesetzt. Allerdings nicht zu 100%, sondern nur etwa zu 80%, was wiederum daran lag, dass nicht alle Geländeabschnitte und Prüfungszufahrten territorial bzw. logistisch bedingt angefahren werden konnten. Genau dies wurde der achtköpfigen Gruppe zum Verhängnis, die eine Streckenmarkierung übersah und so eine verkehrte Route in entgegengesetzte Richtung einschlug. Pikant bei der Sache, es waren bereits ca. 15 Fahrer vor dieser Gruppe unterwegs und diese allerdings folgten der ordnungsgemäßen Streckenführung. Erst nach ca. vier Kilometern bemerkten die Acht ihren Fauxpas. Allerdings hielten sie, nach eigenen Angaben, es für zu gefährlich, die Strecke in entgegengesetzter Richtung wieder zurückzufahren, im Falle, es würden noch weitere fehlgeleitete Fahrer folgen. So suchte sich die Gruppe auf eigene Faust den Weg zurück zur regulären Route und verpasste dadurch eine Durchfahrtskontrolle, was den Wertungsausschluss der Fahrer bedeutete. Gegen diese Tagesergebnisse legten die betroffenen Nationen schließlich Protest ein. Die Jury unterstützte nach Anhörung aller Beteiligten die Fahrtleitung, kam den Betroffenen aber entgegen, indem die Acht "unter Protest" weiter fahren dürfen. Um die Sachlage vor der nächsthöheren Instanz beim FIM-Sportgericht zu klären, müssen die Verbände der entsprechenden Nationen einen sogenannten Appeal, einen speziellen Protest, einreichen. Ob davon allerdings Gebrauch gemacht wird, ist weiter offen.

Davon gänzlich unbeeindruckt sind die Australier, welche ausschließlich mit bärenstarken, sportlichen Leistungen auf der Strecke von sich reden machen. Die Trophy-Mannschaft liegt mittlerweile über 15 Minuten vor Italien in Front. Das finnische Team liegt mit fast einer halben Stunde Rückstand auf die Führenden an dritter Position. Bei den Junioren ein ähnliches Bild. Auch hier konnten die Australier ihren Vorsprung weiter deutlich ausbauen. Elf Minuten Rückstand haben die ersten Verfolger. Diese Rolle übernehmen weiterhin die Schweden, welche viereinhalb Minuten vor den USA liegen. Noch deutlicher ist die Konstellation bei den Damen. Das Trio Tayla Jones, Jessica Gardiner und Jemma Wilson können nahezu ihre Motorräder ins Ziel tragen. Fast vierzig Minuten beträgt mittlerweile ihr Vorsprung auf Frankreich! Die drittplatzierten Schwedinnen liegen gar eine knappe Stunde zurück!


Gelingt tatsächlich das Triple? Team Australien –hier mit Matthew Phillips- liegen in allen drei Trophy-Wertungen in Front - Foto: FIM / Future 7 Media

Im deutschen Team läuft weiterhin alles nach Plan. Die deutsche Trophy verteidigt ihren derzeitigen vierten Gesamtrang bravourös. Auch dieses Mal war Edward Hübner die herausragende Figur im Team! Ein spektakulärer dritter Tagesrang und damit auch der momentan dritte Platz in der E1-Gesamtwertung, sind nicht hoch genug einzuschätzen!


Edward Hübner fährt derzeit in absoluter Überform! - Foto: FIM / Future 7 Media

Hervorragend in Szene setzte sich, bei den heutigen knackigen Bedingungen und anspruchsvollen Sonderprüfungen, zudem Jan Schäfer, welcher zweitbester Deutscher wurde. Die Top drei des "nationalen Rankings" komplettierte ein stark fahrender Davide von Zitzewitz.


Jan Schäfer – je anspruchsvoller die Bedingungen, desto wohler fühlt er sich

Bei den Junioren sind alle drei verbliebenen Fahrer strafpunktfrei durchgekommen und liegen somit weiterhin auf Rang zwölf. Bei den Clubfahrern gab es heute einen weiteren Ausfall zu verzeichnen. Felix Martin verletzte sich an der Hand, es musste sogar genäht werden. Insgesamt hatten die Clubfahrer heute wieder einen schweren Stand, denn als die Trophy- und Junior-Trophy-Fahrer bereits im Ziel waren, setzte abermals Regen ein, welcher die Strecke extrem rutschig und teilweise absolut grenzwertig werden ließ. Daher behielt sich der Veranstalter vor, für morgen eventuelle Modifizierungen vorzunehmen.


Knackige Steilauffahrt im Enduro-Test, natürlich ein Highlight für alle Fans!


Täglicher Reifenwechsel gehört dazu, wie hier bei Daniel Jud


Andre Engelmann hat gut lachen, liegt er doch strafpunktfrei
auf einem guten elften Rang in der C3-Kategorie


Die Live-Zeiten sowie die Tages-Ergebnisse und Zwischenstände gibt es aktuell auf www.fim-isde-live.info.