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Deutscher Enduro Cup

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 01.10.2017

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Finallauf zur Enduro-Weltmeisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
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Finallauf zur
Deutschen Enduro Meisterschaft


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ISDE 2015 – Tag sechs:
Six Days gehen mit einem würdigen Abschluss-Cross zu Ende

Am sechsten und letzten Tag präsentierten sich die 90. ISDE -rein sportlich- nochmals von ihrer allerbesten Seite. Bei herrlichem Spätsommer-Wetter ging es auf der Motocross-Strecke von Kechnec, rund 20 km südlich von Kosice, zum finalen Abschluss-Cross. Der Veranstalter hatte keine Kosten und Mühen gescheut, die Strecke in einem hervorragenden Zustand zu präsentieren. Der Kurs war nicht zu anspruchsvoll, dafür aber richtig flüssig und breit genug für geballte Action mit vielen Überholmanövern. Dies war natürlich voll und ganz nach dem Geschmack der unzähligen, begeisterten Zuschauer, welche nicht nur für Stimmung ohne Ende sorgten, sondern auch einen perfekten Blick auf nahezu alle Streckenpassagen genießen konnten!


Großes Kino beim Abschluss-Cross - Foto: FIM / Future 7 Media

Gleich vorn weg: Davide Guarneri, italienischer Trophy-Fahrer und eigentlich in der MXGP-Motocross-WM zu Hause, war standesgemäß schnellster Fahrer des Abschluss-Cross. Doch der Titel "Gesamtschnellster Fahrer der Six Days 2015" ging an den US-Amerikaner Ryan Sipes, welcher zudem den finalen Lauf seiner E2-Klasse gewann. Was für ein Erfolg für den ISDE-Debütanten!


Ryan Sipes fuhr bei seinen ersten Six Days allen auf und davon - Foto: FIM / Future 7 Media

Im deutschen Team kamen am letzten Tag alle soweit problemlos über die Runden und zeigten dabei gute Leistungen. Einzig Max Bindermann hatte einen Schreckmoment zu überstehen, da das komplette Heck seiner Maschine wegbrach.
Für die deutsche Trophy blieb es bei Rang sieben von insgesamt 23 Nationalmannschaften. Ein wirklich überaus gutes Resultat, welches sich Edward Hübner, Davide von Zitzewitz, Mark Risse, Jan Schäfer und Christian Weiß auch tapfer erkämpft haben. Zumal sich keiner der Fahrer einen Fehler erlauben durfte, da Nico Rambow leider bereits am ersten Fahrtag mit technischem Defekt ausgefallen war und so für das tägliche Streichergebnis sorgte.


Start zur Entscheidung der Klasse E1 – mittendrin Edward Hübner im schwarz-rot-goldenen Fahrer-Shirt, bester Deutscher dieser Six Days!

Die deutschen Junioren hatten am dritten Tag ihren Leistungsträger und mit bereits langjähriger Six Days-Erfahrung ausgestatteten Bruno Wächtler durch Motorschaden verloren. So waren die drei ISDE-Debütanten alleine für das Endergebnis verantwortlich. Paul Roßbach, Yanik Spachmüller und Nico Busch, welcher sogar seinen allerersten internationalen Wettbewerb überhaupt bestritt, verkauften sich überaus teuer. Mit Rang elf stand letztlich ein Resultat zu Buche, auf das alle stolz sein können.

Bei dem Sieg der holländischen Clubmannschaft "Drei Musketiere" war aus deutscher Sicht das Team DMSB-1, mit Florian Ebener, Daniel Jud und Jens Pester als 34. am besten platziert. Das Team DMSB-2 mit Tom Klädtke, Michael Renner und Hendrik Richter, als 45. sowie das Team DMSB-6, mit Stefan Berger, Sven Marker und Andreas Sander, als 48. schafften ebenfalls den Sprung unter die Top 50 der insgesamt 96 Clubmannschaften.

Australische Junioren ganz oben!
Bereits 1995 gewannen die Australier, mit einem gewissen Shane Watts an der Spitze, schon einmal die Junior-Trophy. Nun, genau zwanzig Jahre später, folgte der zweite Sieg, vor dem überraschend starken Team aus Schweden und dem Quartett aus Italien. Besonders ausschlaggebend für den australischen Erfolg war die Leistung Daniel Sanders. Der E3-Klassensieger machte mit seiner bärenstarken Performance den entscheidenden Unterschied!


Großer Jubel bei den australischen Junioren!

Australischen Damen feiern Hattrick!
Tayla Jones, Jemma Wilson und Jessica Gardiner feierten in dieser Besetzung ihren mittlerweile dritten Trophy-Sieg in Folge. 2013 in Italien standen die Australierinnen das erste Mal ganz oben auf dem Podest, 2014 in Argentinien verteidigten die Ladies erfolgreich ihren Titel. Doch so dominant wie dieses Mal waren sie zuvor noch nie. Sagenhafte 55 Minuten Vorsprung haben sie auf die zweitplatzierten Französinnen herausgefahren! Dritter wurde die Frauen-Mannschaft Schwedens. Natürlich war auch die Damen-Einzelwertung fest in australischer Hand. So gewann Tayla Jones vor ihren beiden Landsleuten.


Der totale Triumph bei den australischen Mädels!

Frankreich als Trophy-Sieger geehrt!
Doch genau das brachte das Fass zum überlaufen. Nach den Disqualifikationen und den weiteren getroffenen Entscheidungen der FIM (wie bereits die letzten Tage berichtet), welche letztlich dazu führten, dass alle aus der Wertung genommenen Fahrer am fünften Tag wieder regulär in den Ergebnislisten auftauchten, sorgten allerorts für große Aufregung. Somit war das französische Team plötzlich mit zwei Minuten Vorsprung an der Spitze der Trophy-Wertung zu finden. Ganz zum Erstaunen der Australier, welche auf Grund ihres Vorsprungs "auf Sicherheit fuhren" und so das Tempo etwas herausnahmen. Folglich mussten die Jungs aus "Down Under" heute alles auf eine Karte setzen, um den Rückstand noch aufzuholen. Und das taten sie! Doch trotz größter Anstrengung reichte es nicht ganz. Frankreich behielt die Spitze - mit einer Minute Vorsprung bei insgesamt über 21 Stunden Gesamtprüfungszeit!
Als bei der, unmittelbar nach dem Abschluss-Cross stattfindenden, Flower-Zeremonie die zweitplatzierten Australier aufgerufen wurden, stiegen diese demonstrativ auf das oberste Podest und ließen sich von den Zuschauern feiern. Als die Franzosen aufgerufen wurden, verließen die Australier erst nach ausdrücklicher Anweisung eines Verantwortlichen das Podest bzw. verließen freiwillig gleich ganz die Bühne, um sich auf dem Gegenhang erneut feiern zu lassen. Den Franzosen, welche nur von den drittplatzierten Spaniern auf dem Podium flankiert wurden, schlugen hingegen gnadenlose Pfiffe entgegen.


Wer ist nun wirklich Weltmeister? Die Australier zumindest definitiv der aller Herzen…


Erst nach ausdrücklicher Aufforderung wurde das oberste Treppchen geräumt…


…damit sich die Franzosen schließlich feiern lassen konnten - Foto: FIM / Future 7 Media

Alles in allem eine unschöne Situation für den Endurosport. Und vor allem in erster Linie für den Veranstalter, welcher sich mit der Durchführung allergrößte Mühe gegeben hatte und der ISDE durchweg einen überaus würdigen Rahmen bot. Wer nun letztlich wirklich Weltmeister ist, ob es noch weitere Verfahren bei den entsprechenden Instanzen der FIM gibt und wenn ja, in welcher Form, ist derzeit weiterhin offen.

Bleibt zu hoffen, dass die kommenden Six Days von solchen Angelegenheiten verschont werden. Diese finden im kommenden Jahr, vom 11. Bis 16. Oktober in Spanien statt.

Die derzeitigen (unter Vorbehalt) Endergebnisse der 90. Six Days in Kosice / Slowakei:

- World-Trophy

- Junior-Trophy

- Women-Trophy

- Club-Team-Award

- Manufacturers-Award

- E1-Einzelwertung

- E2-Einzelwertung

- E3-Einzelwertung

- EW-Einzelwertung

- C1-Einzelwertung

- C2-Einzelwertung

- C3-Einzelwertung


Abschließend noch ein paar Impressionen des Abschluss-Cross:


Gerangel beim Start zum finalen Lauf der Klasse E2 - in der Bildmitte, die beiden deutschen Trophy-Fahrer Jan Schäfer und Marc Risse - Foto: FIM / Future 7 Media


Für Max Bindermanns Maschine waren die sechs Tage dann wohl doch etwas zu viel…


Davide Guarneri brannte als absolut schnellster Fahrer beim Abschluss-Cross ein wahres Feuerwerk ab! - Foto: FIM / Future 7 Media


Die "Purple Helmets" gehören einfach zu jeder Six Days dazu!


Volles Haus bei guter Stimmung und feinster Motorsport-Action - so macht Endurosport Spaß! - Foto: FIM / Future 7 Media