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Edward Hübner und seine erste WM-Saison!

Für Edward Hübner ging in diesem Jahr ein, von ihm lang gehegter Wunsch in Erfüllung! Dem KTM-Fahrer wurde es erstmals ermöglicht, eine komplette Saison in der EWC, der Enduro-Weltmeisterschaft, zu bestreiten. "Ich hatte schon hin und wieder an ein paar WM-Läufen teilgenommen. Doch ein komplettes Jahr in der EWC zu fahren, war für mich bisher undenkbar." Zu groß waren die Aufwendungen, egal ob in organisatorischer, logistischer oder finanzieller Hinsicht. Doch Eddi hielt an seinem Ziel, getreu seinem persönlichen Leitspruch "Never give up! – Gib niemals auf!" weiter unbeirrt fest. Und auch die Leistungen auf nationaler Ebene passten. Seinen ersten DEM-Titel von 2013 in der Klasse E1 konnte er im Vorjahr, nach seinem Wechsel zu KTM, erfolgreich verteidigen.



Die sportliche Entwicklung, die Leistungen sowie der unbändige Wille, unbedingt in der Enduro-Weltmeisterschaft zu fahren, blieb auch Norbert Zaha von KTM Deutschland nicht verborgen. So bekam Eddi seine lang ersehnte Chance, sich 2015 in der EWC zu beweisen. "Am Ende ging alles sehr schnell. Nach den Six Days im November 2014 erhielt ich die Zusage. Anfang Januar, im Rahmen der SuperEnduro-WM in Riesa, traf ich dann Fabio Farioli, meinen damals zukünftigen Teamchef in der EWC, zu ersten Gesprächen. Schon Mitte des Monats stand dann bereits alles fest und ich konnte mich voll und ganz auf die Saisonvorbereitung konzentrieren." So ging es unter anderem für drei Wochen in das sonnige Spanien, wo sich in dieser Jahreszeit nahezu die gesamte Zweirad-Offroad-Weltelite tummelt. "Auf den vielen Strecken, welche optimale Trainingsbedingungen bieten, trifft man immer irgendwelche bekannten Gesichter, egal ob aus der Motocross- oder Enduro-WM.“ So kam Eddi auch in den Genuss, mit den Enduro-Größen Alex Salvini und Eero Remes ein paar Trainingsrunden zu drehen."



Nach einer nahezu perfekten Vorbereitung ging es zum EWC-Auftakt nach Chile. "Ursprünglich bin ich ganz ohne Druck nach Talca gereist. Den ersten Tag habe ich auch recht locker in Angriff genommen und am Ende war ich guter Achter! Das war ein Einstand nach Maß, auch wenn dies für den Kopf nicht unbedingt so förderlich war. Am zweiten Tag wollte ich folglich noch mehr und habe mir so selbst unnötigen Druck aufgebaut. Das ging dann prompt nach hinten los. Total verkrampft und viele unnötige Fehler bedeuteten letztlich den zehnten Platz."



Auch bei den nächsten Läufen in Spanien und Portugal lief es nicht ganz nach Wusch. "Da habe ich schon gemerkt, dass die EWC noch einmal ein ganz anderes Kaliber ist und jeder noch so kleinste Ausrutscher gnadenlos bestraft wird. Die größte Herausforderung war für mich letztlich, dass ich in den Sonderprüfungen größtenteils auf mich alleine gestellt war. Immer abzuschätzen, welche die richtige Linie ist, macht zwar den Sport aus, ist aber nicht immer ganz einfach und man kann sich schnell verzetteln und die entscheidenden Sekunden liegen lassen. Starter anderer Nationen, wie Frankreich, Spanien oder Italien, haben da schon einen gewissen Vorteil. Unzählige Betreuer dieser Fahrer sind immer an der Strecke unterwegs, um die richtigen Spuren anzuzeigen oder Tipps unmittelbar vor dem Prüfungsstart zu geben. Das fehlte leider bei mir."



In Griechenland ging es für Eddi endlich wieder etwas aufwärts. Zumindest vom Gefühl her. "Im Vorfeld haben wir noch ein paar Veränderungen am Motorrad vorgenommen. Da haben meine Mechaniker vom Farioli Support Team großartige Arbeit geleistet. Erstmals in der laufenden EWC-Saison habe ich mich auf meiner KTM zu 100% wohl gefühlt." Doch einige kleinere Fehler, wie schon bei den Veranstaltungen auf der iberischen Halbinsel, kosteten erneut eine Platzierung unter den Top Zehn. "Das war zwar ärgerlich, aber dennoch war ich nicht unzufrieden, weil eben das Motorrad richtig gut lief." Mit diesen, dennoch überwiegend positiven Eindrücken ging es nur zwei Wochen später hochmotiviert zum EWC-Lauf nach Rovetta in Norditalien. "Auf diesen Lauf freute ich mich schon ganz besonders. Zum einen auf eine tolle Strecke mit unzähligen Fans und deren Wahnsinns-Begeisterung. Zum anderen, das meine Familie mit vor Ort war und mich nach allen Regeln der Kunst unterstützte." So hatte nun auch Eddi seine "persönlichen Strecken-Scouts" im Einsatz. "Das war in der Tat Gold wert. Und auch so lief es richtig gut. Platz zehn und acht war ein super Ergebnis."



Danach folgte der EWC-Lauf in Belgien. Und dort ließ es Eddi richtig krachen. „Die Veranstaltung war mein Highlight des Jahres. Nicht unbedingt wegen der Strecke, sondern vielmehr wegen meiner sportlichen Leistung. Ich konnte erstmals mit den Fahrern bis Platz fünf richtig mithalten. Das war schon ein super Gefühl!“ Mit einer ordentlichen Punkteausbeute von zwei achten Plätzen, schob sich der KTM-Fahrer damit auf Rang neun in der E1-Gesamtwertung, welchen es beim Finale in Frankreich zu verteidigen galt. Und das schaffte Eddi mit Bravour! Zwar lief an diesem Final-Wochenende nicht immer alles perfekt, doch mit zwei zehnten Rängen schloss er seine erste komplette EWC-Saison mehr als solide ab. "Ich habe meine Ziele alle erreicht. Ich bin nie ausgefallen, habe immer Punkte gesammelt und bin unter die Top Zehn gefahren. Für mein erstes Jahr in der EWC, welches ich zum größten Teil als Lehrjahr gesehen habe und es letztlich auch war, bin ich sehr zufrieden und glücklich. Auch die Entwicklung, welche ich über das Jahr genommen habe, stimmt mich sehr positiv und gibt mir ein gutes Gefühl mit Blick auf das kommende Jahr."



Dort wird Edward Hübner erneut in der EWC an den Start gehen, erneut in der Klasse E1, erneut auf KTM, erneut im KTM Farioli Support Team und erneut mit seiner, zum Markenzeichen gewordenen, Startnummer 48. "Ich freue mich schon darauf. Meine Ziele sind, mich weiter in der erweiterten Weltspitze zu etablieren und fahrerisch noch einen gehörigen Schritt nach vorn zu machen. Ich hoffe dabei auch wieder auf die volle Unterstützung meiner Partner und Sponsoren, denen ich gern noch einmal für den großartigen Support in diesem Jahr danken möchte. Allen voran KTM Deutschland und dem ADAC Sachsen sowie dem Farioli Team, in welchem ich total herzlich aufgenommen wurde und von Beginn an voll akzeptiert war!"




Alle Fotos entstanden beim EWC-Läufen in Italien, Belgien und Frankreich.