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Enduro-EM in Lettland:
deutsche Fahrer mit guter Punkteausbeute

Die Läufe fünf und sechs der Enduro-Europameisterschaft fanden vergangenes Wochenende im lettischen Orge, nahe der Landeshauptstadt Riga, statt. Nicht nur die drei Sonderprüfungen präsentierten sich von der Charakteristik recht unterschiedlich, auch das Wetter zeigte seine ganze Bandbreite. Von brütender Hitze und Sonnenschein bis Gewitter mit enormen Niederschlägen war alles dabei. Besonders der Starkregen setzte der Strecke und folglich dann auch den Fahrern gehörig zu. So verwandelte sich beispielsweise ein harmlos wirkender, kleiner Graben in der letzten Runde am Samstag zu einem wahren Schlachtfeld, auf welchem die Fahrer auf einer Breite von gut dreißig Metern versuchten, diesen Abschnitt zu passieren. Am zweiten Tag reagierte der Veranstalter und regelte, mit ein paar im Schlamm versenkten Baumstämmen und Ästen, die Durchfahrt. Dennoch gab es noch genügend Passagen in den lettischen Wäldern, auf denen sich die Fahrer förmlich aufrieben.

Insgesamt zwölf deutsche Fahrer waren in Ogre am Start. Schnellster von ihnen war einmal mehr Marco Neubert. Am ersten Tag verlor er durch einen Sturz im vorletzten Test seinen dritten Platz. Auch am Folgetag wurde der KTM-Fahrer erneut Vierter. Dennoch liegt Neubert im Klassement der E2-Senioren auf dem dritten Platz mit den besten Chancen, diese Top-Platzierung auch im Finale in Holland zu behaupten.


Marco Neubert beim Überspringen des noch harmlosen Grabens in der ersten Runde

Ebenfalls bei den E2 Senioren am Start war Davide von Zitzewitz. Für den amtierenden Deutschen Meister war diese EM-Veranstaltung mehr eine Standortbestimmung, da er sich nach überstandener Schlüsselbein-OP erstmalig wieder ins Renngeschehen zurückmeldete. Daher gehen die Ränge sechs und sieben in Ordnung, wobei insbesondere am zweiten Tag sogar noch etwas mehr drin gewesen wäre. Doch eine eingefangene Strafminute kostete den KTM-Fahrer gleich drei Positionen.

Bei den U20-Junioren, der zahlenmäßig am stärksten besetzten Klasse, waren mit Yanik Spachmüller und Jan Allers zwei deutsche Talente am Start. Während Spachmüller am ersten Tag guter Elfter wurde, verpasste er am zweiten, nach einem Sturz, defekter Hinterradbremse und einer Strafminute als Achtzehnter die Punkteränge. Besser erging es da Allers, der sich nach Rang vierzehn, dann am Sonntag noch einen Platz verbessern konnte.


Jan Allers in der "europäischen Talenteschmiede" U20-Junioren zweimal in den Punkterängen.

Paul Roßbach, sonst immer auf einer großen Zweitakt-Maschine unterwegs, setzte erstmalig im Rennbetreib einen Viertakter ein. Nach Rang elf am ersten Tag gelang ihm am Folgetag, mit mehr Erfahrung auf dem neuen KTM-Modell, sogar ein hervorragender siebter Platz bei den E2/E3-Junioren.

Auch Eddie Findling konnte sich bei den E1 Senioren steigern. Nach Platz elf gelang dem Sherco-Fahrer dann am Sonntag als Neunter sogar der Sprung unter die besten zehn.

Zu den Überraschungen vom Wochenende zählt zweifellos Nico Rambow. Mit den Plätzen fünf und vier gelang dem KTM-Fahrer das mit Abstand beste EM-Ergebnis seiner Karriere! Mark Risse, ebenfalls bei den E3 Senioren am Start, holte die Ränge sieben und fünf. Dennoch bleibt der Beta-Fahrer in der Gesamtwertung in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen. Für Gerrit Helbig und Christoph Lessing verlief das Wochenende eher durchwachsen. Helbig schlug sich mehr mit technischen Problemen, als mit den Streckenbedingungen und Konkurrenten herum. Dennoch, trotz mehrerer reparaturbedingten Strafminuten schaffte er an beiden Tagen Rang dreizehn. Lessing schlug sich auf der Etappe am ersten Tag recht schmerzhaft die linke Hand an. Dennoch rettete er Rang fünfzehn ins Ziel. Am zweiten Tag verzichtete er jedoch auf einen Start.


Nico Rambow sorgte mit starken Resultaten für ein dickes Ausrufzeichen!

Auch in der Veteranen-Klasse waren zwei deutsche Akteure am Start. Mike von Ahlen platzierte sich als Zwölfter und Zehnter beide Male in den Punkterängen. Mario Grimm, Zehnter am Samstag, musste am Sonntag hingegen vorzeitig die Segel streichen.

Jaromir Romancik - Mann des Wochenendes!
Der tschechische KTM-Fahrer war der große Gewinner von Ogre. An beiden Tagen siegte er nicht nur bei den E2 Senioren, sondern auch in der prestigeträchtigen Overall-Wertung. Damit rückt Romancik im Gesamt-Klassement vor auf Platz zwei. Führender ist immer noch der Brite Brad Freeman, der verletzungsbedingt aus der Ferne zusehen musste, wie sein komfortables Punktepolster auf fünf magere Zähler zusammenschmolz. Dritter in der Overall-Meisterschaft ist der Italiener Nicolas Pellegrinelli.
Großbritannien, Italien und die Tschechische Republik sind die Nationen, welche das Gesehen in der diesjährigen EM-Saison ganz klar diktieren. So stellen diese drei Länder nahezu alle derzeitigen Meisterschaftsführenden. Brad Freeman (Overall) und Jane Daniels (Damen) für Großbritannien. Nicolas Pellegrinelli (E2/E3 Junioren), Guido Conforti (E1 Senioren), Maurizio Micheluz (E3 Senioren) und Matteo Pavoni (U20) für Italien. Patrik Markvart (E1 Junioren) und Jaromir Romancik (E2 Senioren) für die Tschechische Republik. Der einzige Meisterschaftsführende, der nicht aus einem dieser drei Länder kommt, ist Sebastian Krywult aus Polen, der in der Veteranen-Klasse an der Spitze liegt.
Ob allerdings alle genannten Spitzenreiter auch am Saison-Ende ganz oben stehen werden, wird sich erst Ende Oktober beim Finale im holländischen Harfsen entscheiden.


Jaromir Romancik ließ der Konkurrenz in Lettland keine Chance


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