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Zwischenbilanz der DMSJ-Junioren

Zum DEM-Auftakt in Dahlen wurde das neue formierte DMSJ-Enduro-Junior-Team (DMSJ = Deutsche Motor Sport Jugend) für diese Saison der Öffentlichkeit präsentiert. Das Quartett besteht mit Yanik Spachmüller und Yannik Mosch zur Hälfte aus Fahrern, welche bereits ihre dritte Saison im Nachwuchs-Kader bestreiten. Zu den beiden Routiniers im Team gesellen sich zwei junge Talente, welche im letzten Jahr mit ansprechenden Platzierungen im B-Lizenz-Bereich auf sich aufmerksam gemacht haben. Obwohl Max Müller und Jan Allers nicht an allen Läufen teilgenommen haben, belegten sie im Deutschen Enduro-Jugend-Cup den dritten bzw. vierten Gesamtrang. Bemerkenswert dabei, wenn die Jungs an den Start gingen, beendeten sie beide den Wettbewerb stets auf dem Podium!

"Es ist eine ganz ausgezeichnete Truppe mit jungen, talentierten Fahrern. Mit den beiden "Yan(n)ik´s" haben wir zwei Fahrer mit schon etwas mehr Erfahrung im Team. Das ergänzt sich ganz wunderbar mit Max und Jan, die bis dato noch keine komplette Enduro-Saison bestritten haben. Ich denke, das ist eine super Mischung und eine gute Ausgangsbasis für die weitere fahrerische Entwicklung der vier Jungs", frohlockte Team-Manager Heiko Junge aus Thüringen.


Das komplette Team zum Saison-Auftakt: Max Müller, Jan Allers, Team-Manager Heiko Junge, Yanik Spachmüller und Yannik Mosch (v.l.)

Die Zwischenbilanz dieser vier Talente hätte zur Saison-Mitte jedoch nicht unterschiedlicher ausfallen können. Während Yanik Spachmüller und Jan Allers die Erwartungen förmlich übertrafen, blieb Yanik Mosch hinter seinen eigenen Ansprüchen bis dato zurück. Am schlimmsten allerdings erwischte es Max Müller, der lediglich beim DEM-Auftakt in Dahlen sowie bei den beiden EM-Läufen in Italien und Frankreich am Start war, bevor er sich im Sommer beim Training eine schwere Verletzung zuzog. Ein angebrochenes Fußgelenk und ein kaputter Knöchel setzten den jungen Husqvarna-Fahrer komplett schachmatt. Weitere Renneinsätze sind in diesem Jahr damit passé. Dennoch stieg Max schon langsam in ein leichtes Training ein, um für die nächste Saison gut gerüstet zu sein.


Max Müllers Blick richtet sich bereits auf die Saison 2017.


Yanik Spachmüller
Der KTM-Fahrer ist bereits seit seinem sechsten Lebensjahr motorisiert im Gelände unterwegs. Sein Weg führte ihn über die Nachwuchsklassen der GCC in den Enduro-Sport. Im KTM-Team von Rolf Musch, dem er heute noch treu ist, startete er 2013 in Burg bei seinem ersten Enduro-Rennen. Der gerade erst sechszehn Jahre alt gewordene Youngster belegte gleich einen viel beachteten zweiten Rang und wurde am Ende des Jahres sogar Vizemeister im Deutschen Enduro-Jugend-Cup. Ein Jahr später erfolgte die Berufung in den DMSB-Junior-Kader, welches er mit dem Jugend-Titel erfolgreich abschloss. 2015 ging Yanik Spachmüller im Deutschen-Enduro-Junioren-Pokal an den Start und glänzte auch dort mit einer beeindruckenden Leistung. Keinen einzigen Lauf schloss er schlechter, als auf dem dritten Platz ab, was letztendlich doch recht überlegen den Titel bedeutete.
Somit war für 2016 klar, der Aufstieg zu den "Großen" war unumgänglich. Und schon in Dahlen belegte er mit seiner 125er Zweitakt-KTM einen starken fünften Platz. "Ich habe mir schon als Ziel gesetzt, in die Top Fünf zu fahren. Das es aber gleich beim ersten Lauf klappte, hat mich schon sehr gefreut", so der Schwabacher rückblickend. Doch bereits in Burg setzte er noch einen drauf – Platz drei am zweiten Tag und somit dem ersten Podium in der E1! "Das war schon ein tolles Ergebnis, mit dem ich so nicht wirklich gerechnet hatte", freute sich Yanik, der neben der DEM auch die komplette Enduro-EM bestreitet. "Dort fahre ich in der U20 und das ist mit Abstand schon die stärkste Klasse im Feld. Wenn ich allerdings an meine ersten EM-Auftritte von vor zwei Jahren denke, bin ich mit meiner Entwicklung im Großen und Ganzen schon recht zufrieden. Auch wenn ich nach wie vor bei der EM teils ordentlich Lehrgeld zahle. Doch das gehört dazu", so der derzeit Gesamt-Vierzehnte der U20-Europameisterschaft, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in die deutsche ISDE-Junior-Trophy berufen wurde. „Das ist natürlich wieder eine große Ehre für mich. Ganz klar, dass ich eine konstantere und bessere Leistung als im Vorjahr geben möchte.


Yanik Spachmüller wirbelte in diesem Jahr nicht nur mit seinem dritten Platz in Burg mächtig Staub auf.


Yannik Mosch
Für den zweiten Routinier im Team lief es bisher alles andere als rund. Im Winter wechselte er noch sein Team und das Motorrad. "Die Vorbereitungszeit und die ganze Abstimmungsarbeit kamen daher etwas zu kurz. Nicht die optimalen Voraussetzungen, aber dafür fühle ich mich im neuen Team ZAH Racing rundum wohl und gut aufgehoben", so Yannik, der in diesem Jahr eine 125er Moto-TM in der DMSB Enduro-Junioren-Meisterschaft einsetzt.
Der in Issum wohnende Student ist eher ein Spätzünder in Sachen Motorsport. Zunächst war er in heimischen Kiesgruben unterwegs, bevor er in die GCC hinein schnupperte. Doch so recht wollte er mit diesem Rennformat nicht warm werden. Da kam die Ansage seinen Kumpels Paul Roßbach gerade recht: "Ich fahr in der DEM, möchtest Du das nicht auch versuchen?" Gesagt, getan. 2013 betrat Yannik die Enduro-Bühne und konnte dabei auch gleich in Uelsen seine Klasse gewinnen. Seine erste Saison schloss er letztendlich als Meister im Deutschen Enduro-Jugend-Cup ab - was für ein Einstand! In den Folgejahren trat Yannik in der Jugend-Kategorie an. Nach zweimal Rang vier in der Endabrechnung, wollte er in diesem Jahr ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden. Doch dieses Vorhaben ist bereits in weite Ferne gerückt. "Zum DEM-Auftakt in Dahlen gab es Probleme mit der Auslasssteuerung. In Burg machte am ersten Tag der Motor schlapp und in Waldkappel hing, durch Dreck verursacht, das Schwimmernadelventil im Vergaser. So bin ich ohne Sprit liegen geblieben, musste zur Zeitkontrolle schieben und reparieren. Die ganze Aktion kostete mich fünfzehn Strafminuten", zeigte sich der Youngster über seinen bisherigen Saisonlauf mehr als enttäuscht, der lediglich mit Rang drei am zweiten Tag seine Qualitäten zeigen konnte.
International tritt Yannik notgedrungen auch recht kurz "Durch mein Logistik-Studium bleibt mir leider nur wenig Zeit, so dass es mir nicht möglich war, an der Enduro-EM teilzunehmen", seufzt der TM-Fahrer. "Auch die Six Days muss ich dieses Jahr leider sausen lassen. Dafür habe ich mir fest vorgenommen, das EM-Finale in Holland zu bestreiten. Hoffentlich klebt mir dann nicht mehr so viel Pech am Stiefel, wie in der bisherigen Saison."


Zu oft unter Wert geschlagen - Yannik Mosch ließ zumindest in Burg mit Rang drei sein wahres Potenzial aufblitzen.


Jan Allers
Seine ersten Sporen verdiente sich der junge KTM-Fahrer im Motocross. Im zarten Alter von sieben Jahren sicherte er sich seinen ersten Titel - Norddeutscher Landesmeister in der 50ccm-Klasse. Eigentlich wollte er diesem Sport treu bleiben, doch ein Zufall brachte ihn dann doch in das Enduro-Lager. "Mein Bruder, naja eigentlich Halbbruder, hat mich auf den Geschmack gebracht", schmunzelt Jan. Sein "Großer" ist kein geringerer als Nico Busch, der 2015 ebenfalls die Enduro-Bühne mit einem Paukenschlag betreten hatte und gleich auf Anhieb den Vize-Titel im Deutschen Enduro-Junioren-Pokal erringen konnte sowie die schwarz-rot-goldenen Farben bei den Six Days in der Junior-Trophy vertrat. "Ursprünglich wollte ich die komplette Saison im ADAC MX-Youngster-Cup bestreiten. Doch schon allein die Qualifikation war eine wahnsinnige Hürde", so Jan Allers über seine eigentlichen Pläne des Vorjahres. "so drängte mich Nico, es doch einmal im Endurosport zu versuchen. So bin ich letztes Jahr in Burg erstmalig an den Start gegangen. Es hat mir auf Anhieb Spaß gemacht, zumal ich auch gleich gewinnen bzw. den zweiten Platz belegen konnte. Mit diesem Erfolg, auch bei den nächsten Läufen, kam auch immer mehr der Gefallen am Enduro."
Für seine erste komplette Saison, im noch fast neuen Metier, hat sich der für BvZ-Racing fahrende Jan Allers gleich ein ordentliches Programm vorgenommen. DEM, Enduro-EM und Six Days stehen auf seinem Plan. "Zum Jahresbeginn war ich mir noch nicht ganz sicher, wie es laufen würde. Aber gleich in Dahlen mit über vierzig Sekunden Vorsprung zu gewinnen, war schon eine tolles Gefühl", so der Auftaktsieger im Deutschen Enduro-Junioren-Pokal. Auch in Burg war er beide Male siegreich, während er in Waldkappel das oberste Treppchen lediglich um 0,38 Sekunden verpasste. "Die Ergebnisse übertrafen natürliche meine Erwartungen bei Weitem", strahlte der Meisterschaftsführende. Auch international hat Jan allen Grund zur Freude. "Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit und viel Lehrgeld bei den EM-Läufen in Italien und Frankreich, lief es in Lettland dann richtig gut. Dort konnte ich mich erstmalig in den Punkträngen platzieren. Das gibt natürlich ordentlich Motivation!" Mit den starken Leistungen und vor allem der fahrerischen Entwicklung wurde er kurzfristig in die deutsche Junior-Trophy für die Six Days 2016 berufen! "Das ist natürlich der bisherige Höhepunkt", freut sich Jan, der seine sportliche Zukunft ganz klar im Endurosport sieht.


Die ersten EM-Punkte für Jan Allers gab es im lettischen Ogre, seiner bisherigen Enduro-Lieblingsveranstaltung, wie er später sagte.


Für Team-Manager Heiko Junge fällt das Fazit über die bisher gezeigten Leistungen seiner Jungs positiv aus: "Besonders erfreulich ist für mich deren Entwicklung auf internationaler Ebene und das zwei von ihnen den Sprung in die deutsche Junior-Trophy geschafft haben. Ich wünsche Yanik und Jan bei den kommenden Six Days alles Gute und viel Erfolg!" Um perfekt für dieses Enduro-Großevent gerüstet zu sein, wird es am kommenden Wochenende noch einmal ein spezielles Training geben. "Dabei stehen neben Fahrtechnik auch der richtige Service am Motorrad sowie das Reifenwechseln auf dem Programm", umreißt Heiko Junge kurz das geplante Training, das vom mehrfachen deutschen Enduro-Meister Marcus Kehr geleitet wird.


Fotoshooting in Waldkappel - das DMSJ-Enduro-Junior-Team mit neuen Fahrerhemden, dafür leider aber ohne den verletzten Max Müller