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Deutscher Enduro Cup

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 01.10.2017

GPS-Daten:
50.419347, 7.119483

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Finallauf zur Enduro-Weltmeisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
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Finallauf zur
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AUSSCHREIBUNG
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Marco Neubert ist Enduro-Europameister!

Was für ein phänomenaler Saison-Abschluss für Marco Neubert! Der KTM-Fahrer reiste als Meisterschaftsdritter nach Harfsen, der vierten und damit letzten Station der Enduro-Europameisterschaft 2016. Die Strecke, rund um die kleine Gemeinde in der niederländischen Provinz Gelderland, hatte keine herausragenden Anforderungen vorzuweisen. Dafür hatten es die gleich vier verschiedenen Sonderprüfungen in sich. Nicht nur, dass diese von Runde zu Runde mehr ausgefahrener und tiefer wurden, auch die unzählig vielen, schnellen Waldpassagen und Highspeed-Geraden auf den Ackerflächen waren dabei echte Mutproben.

Dass sich Marco Neubert zum Saison-Ausklang in bestechender Form befindet, bewies er bereits vor Wochenfrist mit dem Gesamtsieg bei "Rund um Zschopau". In Harfsen folgte nun sein nächster Coup. Am ersten Tag lieferte sich der KTM-Fahrer mit dem Tschechen Jaromir Romancik ein packendes Duell um den Tagessieg, während der EM-Führende Tom Sagar bereits nach Sturz und technischen Problemen an seiner Sherco vorzeitig aufgeben musste. Nach zehn von zwölf Prüfungen trennten Romancik und Neubert lediglich sechs Sekunden, bevor dem Tschechen im vorletzten Test einen folgenschwerer Fehler unterlief. In einer langgezogenen Linkskurve kam dieser zu weit nach außen und stürzte in einen Graben hinab. "Ich habe nur wahrgenommen, dass die Bande durchbrochen war. Erst als ich die Stelle passierte sah ich im Augenwinkel, wie Jaromir gerade sein Motorrad aufrichtete", so die Szene aus Neuberts Sicht. "Im letzten Test war ich dann sehr nervös, ich konnte mich kaum noch richtig konzentrieren. Doch zum Glück ging alles gut", so der strahlende Tagessieger, der damit seinen Rückstand auf den nun Meisterschaftsführenden Romancik auf zwei Zähler verkürzte.


Marco Neubert sicherte sich am ersten Tag den Klassensieg

Der zweite Tag entpuppte sich zur reinsten Nervenschlacht. Da war es auch nicht gerade förderlich, dass das Live-Timing, wie schon am Vortag, nicht funktionierte und so die Betreuer mit Stift und Block alle Zeiten notierten. In Front lag der Holländer Wesley Pittens, der vor heimischem Publikum förmlich über sich hinaus wuchs. Dahinter Marco Neubert, Davide von Zitzewitz und Hans Vogels. Erst auf Rang fünf folgte Romancik, während Sagar gar nicht erst an den Start ging. Im Laufe des Tages holte der tschechische KTM-Fahrer immer mehr auf und lag kurz vor Schluss auf Rang vier, Neubert jedoch weiterhin auf Rang zwei. Das würde für den Deutschen zum EM-Titel reichen! Die letzte Sonderprüfung war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Als Romancik, von Zitzewitz und Neubert die Lichtschranke passiert hatten, war zunächst nicht ganz klar, wie es letztlich ausgehen würde. Der Grund dafür: Romancik hatte am Morgen sein Motorrad nicht rechtzeitig zum Laufen gebracht, was laut Reglement zehn Strafsekunden bedeutete. Da aber keine offiziellen Zeiten vorlagen, war nicht ganz klar, ob dieses Vergehen von einem Offiziellen auch geahndet worden war und die Zeitstrafe somit auch in das Endergebnis mit eingeflossen war. Doch nach kurzer Ungewissheit gaben die Delegierten Entwarnung. Pittens, vor Neubert, von Zitzewitz und Romancik. Damit war klar, der hart umkämpfte EM-Titel der E2 Senioren ging an Marco Neubert! "Es ist einfach unglaublich, ich kann es kaum in Worte zu fassen! Nach soviel Pech in den letzten Jahren, ist einmal alles für mich gelaufen. Ich bin überglücklich", so der frischgebackene Europameister!


Was für ein Wochenende für Marco Neubert. E2-Klassensieger des Wochenendes, Europameister und EM-Dritter in der Trade-Team-Wertung!

Davide von Zitzewitz spielte unfreiwilliger weise eine tragende Rolle im Titel-Kampf. Am ersten Tag lief nur wenig zusammen, dafür ging es am zweiten umso besser. "Ich teste schon das neue Modell für die kommende Saison und da hat am ersten Tag noch nicht alles gepasst. Dafür begann der zweite umso besser. Der erste Test lief derartig gut, so dass ich einfach weiter Gas geben musste", schmunzelte der Tagesdritte, der sich damit in der EM-Gesamtwertung sogar auf Rang vier verbesserte.


Davide von Zitzewitz gelang am zweiten Tag sein erstes Top-Drei Resultat in der Enduro-EM

Aber auch bei den anderen deutschen Fahrern gab es viel Grund zum Jubeln. So freute sich Yannik Mosch bei seinem einzigen EM-Auftritt in diesem Jahr über zwei siebte Plätze bei den E1 Junioren. Auch Jan Allers strahlte über beide Ohren. Mit zwei achten Rängen schaffte er nicht nur mit Abstand sein bestes Saison-Resultat, sondern schob sich in der Gesamtwertung in der stark besetzten U20-Kategorie auf Rang 14! "Top 20 in der Endabrechnung wäre schon 'Bombe' gewesen, aber das übertrifft noch einmal alles", freute sich der Junior.


Jan Allers überzeugte mit starken Resultaten bei den U20-Junioren

Auch Eddie Findling machte noch einen Sprung nach vorn. Zwei starke sechste Ränge spülten ihn noch auf Platz acht in der E1-Senior-Gesamtwertung nach vorn. Dafür ging es für Mark Risse leider etwas nach hinten. Der Beta-Fahrer stürzte am zweiten Tag recht heftig und musste somit vorzeitig mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aufgeben. Dennoch steht für ihn Rang sechs in der Endabrechnung der E3-Senioren zu Buche. Nico Rambow schloss in der selben Klasse als guter Gesamtzehnter ab.


Jonathan Rosse, aus der DEM bestens bekannt, gewann in Harfsen die Klassenwertung und den Vize-EM-Titel bei den E1 Senioren!

Der Overall-EM-Titel ging in diesem Jahr an den Briten Brad Freeman, auch wenn dieser verletzungsbedingt den Lauf im lettischen Ogre auslassen musste. Erfolgreichste Nation war zweifellos Italien mit gleich vier EM-Titeln. Nicolas Pellegrinelli (E2/E3 Junioren), Matteo Pavoni, Guido Conforti (E1 Senioren) und Dauerbrenner Maurizio Micheluz (E3 Senioren) ließen die Azzurris jubeln. Der Titel bei den E1-Junioren ging an Patrick Markvart aus der Tschechischen Republik, der Damen-Titel an die Britin Jane Daniels und der Veteranen-Titel an den Polen Sebastian Krywult. Das Titel-Ensemble wird durch Marco Neubert bei den E2 Senioren komplettiert, der damit den Schlusspunkt hinter eine, für den Deutschen Endurosport noch niemals da gewesene, erfolgreiche Saison setzt: Gold und Bronze durch Manuel Lettenbichler und Tim Apolle bei der Junioren-SuperEnduro-Weltmeistershaft. Maria Franke Zweite in der Enduro-Weltmeisterschaft, dazu schnellste Frau bei den Six Days sowie Trophy-Dritte zusammen mit Heike Petrick und Vanessa Danz. Und nun Marco Neubert, Enduro-Europameister 2016!


Schnellster Mann der diesjährigen EM-Saison: Brad Freeman aus Großbritannien


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