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Finallauf zur Enduro-Weltmeisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 07.10.2017

GPS-Daten:
50.739796, 13.063951

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Finallauf zur
Deutschen Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 20.10.2017

GPS-Daten:
52.474909, 13.777114

 
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EnduroGP: Maria Franke glänzt mit Tagessieg!

Nach 23 Jahren Abstinenz kehrte die Enduro-Weltmeisterschaft nach Ungarn zurück. Allerdings fanden nur 74 WM-Starter den Weg in das malerisch im Matra-Gebirge gelegene Paradfürdo – Minusrekord in der bisherigen Saison. Dafür war Deutschland mit 5 Teilnehmern so stark vertreten, wie seit langem nicht.

Für das herausragende Ergebnis aus schwarz-rot-goldener Sicht sorgte erneut Maria Franke. Bereits beim vorabendlichen Super-Test schlug die KTM-Fahrerin ihre WM-Rivalin Laia Sanz im direkten Duell um sechs Hundertstel-Sekunden, was Franke zwei Bonus-Sekunden mehr bescherte als der Spanierin. Doch am ersten Fahrtag kam zunächst die amtierende Weltmeisterin besser in Tritt. Nach zwei Bestzeiten folgte erst im Cross-Test der Konter von Maria Franke. Von da an markierte die Deutsche alle Bestzeiten, so dass sie Sanz am Ende den Tagessieg noch knapp entreißen konnte. "Das war mein erklärtes Ziel, hier zu gewinnen. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat. Zumal es am Ende so eng zuging." Am zweiten Tag schlug jedoch die KTM-Werksfahrerin eindrucksvoll zurück - Tagessieg für die Weltmeisterin. "Heute war es eine klare Angelegenheit. Während ich annähernd die gleichen Zeiten wie am Vortag gefahren bin, hat Laia noch eine Schippe drauf gelegt", so die anerkennenden Worte der Tageszweiten und weiter, „dennoch bin ich zufrieden mit dem Wochenende, zumal die Titelentscheidung in Zschopau in meinen eigenen Händen liegt und ich nicht auf die Schützenhilfe der Anderen angewiesen bin.“ In der Tat, würden Maria Franke zwei Tagessiege gelingen, ist es egal wie die Spanierin abschneidet, dann wäre die Deutsche auf jedem Fall Weltmeisterin...


#91 Maria Franke

In der EnduroGP-Klasse war erneut Marco Neubert am Start. Doch wie schon bei seiner WM-Teilnahme in Italien lagen Freud und Leid wieder dicht beieinander. Neubert setzte sich am ersten Tag zunächst stark in Szene und reihte sich im Weltklasse-Fahrerfeld auf Rang zwölf ein. Doch ein Sturz im allerletzten Test kostete nicht nur viel Zeit, sondern blieb auch für den zweiten Fahrtag nicht ohne Folge. "Ich habe einen Schlag bekommen und schon ging es ab zwischen die Bäume. Dabei habe ich mir ordentlich den Daumen verdreht", so das Statement des KTM-Fahrers über die entscheidende Szene. Trotz Behandlung und intensiver Kühlung schwoll der Daumen über Nacht so sehr an, dass Neubert nicht mehr vernünftig mit der Hand zugreifen konnte und so schweren Herzens auf einen Start verzichten musste. So gab es nur WM-Punkte für den unter Schmerzen geretteten dreizehnten Tagesrang am Samstag.


#32 Marco Neubert

Nach zehnmonatiger Verletzungspause meldete sich Edward Hübner wieder im internationalen Renngeschehen zurück. Harte und intensive Aufbauarbeit, unzählige Trainingsstunden und lediglich ein Renneinsatz bei einem regionalen Rennen gingen seinem Comeback voraus. "Ich bin froh, wieder hier zu sein. Ich glaube, nicht viele wären nach so einer schweren Verletzung zurückgekommen. Für mich zählt hier in erster Linie das Durchkommen", so der KTM-Fahrer vor dem Rennen, was er selbst als "persönliche Standortbestimmung" bezeichnete. Hübner fuhr beide Tage als Achtzehnter problemlos durch, seine aktuellen Defizite konnte er dabei schnell ausmachen: "Ich bin zwar schmerzfrei, jedoch fehlt noch weiterhin die Kraft im Bein. Auch die Beweglichkeit im Körper ist noch nicht so, wie ich es mir wünsche. Der Anfang ist gemacht, es wartet aber auch noch viel Arbeit auf mich", zeigt sich Hübner in seiner Art gewohnt kämpferisch.


#48 Edward Hübner

In der Junioren-Klasse wurde Deutschland durch Tim Apolle vertreten, der wesentlich besser zurecht kam, als noch beim WM-Lauf in Italien vor wenigen Wochen. „Diesmal war ich von der Etappe nicht so kaputt, so dass ich noch genügend Kraft hatte, in den Prüfungen zu attackieren. Besonders der Samstag lief richtig gut.“ Dort belegte der Husqvarna-Fahrer Platz zwölf im 21 Fahrer umfassenden Starterfeld. Der Sonntag verlief ähnlich gut, bis zum verhängnisvollen letzten Enduro-Test. "Da habe ich mich in einer Rille so unglücklich abgedrückt, dass ich einen heftigen Schlag auf das Knie bekommen habe. Danach konnte ich mich kaum noch auf dem Motorrad halten." Unter Schmerzen passierte Apolle jedoch noch die Lichtschranke, rollte die paar Meter hinunter ins Tagesziel und rettete so seinen fünfzehnten Platz.


#96 Tim Apolle

Yanik Spachmüller reiste zum zweiten WM-Lauf seiner jungen Karriere nicht ganz optimal vorbereitet an. Nach Dahlen stellte er sämtliche Trainingsmaßnahmen ein, um sich zunächst auf sein Fach-Abitur zu konzentrieren. Vor zwei Wochen wurde nun die letzte Abschluss-Prüfung absolviert, so dass nun wieder das Sportliche in den Vordergrund rücken konnte. "Ich wollte unbedingt hier in Ungarn starten. Aber mit dem derzeitigen Kraft- und Konditionsdefizit war es schon eine anstrengende Angelegenheit. Vor allem die steilen Auffahrten auf der Etappe haben mich viel Kraft und Zeit gekostet." Dennoch gab der KTM-Fahrer nicht auf und kämpfte sich an beiden Tage durch die Berge und Täler des Matra-Gebirges. Der Lohn, Platz acht und neun in der Youngster-Wertung.


#66 Yanik Spachmüller


Halbzeit in der Enduro-WM

Spannender könnte es derzeit nach vier, der acht zu fahrenden Doppelveranstaltungen kaum sein. In der EnduroGP-Klasse meldete sich Christophe Nambotin eindrucksvoll im Kampf um den WM-Titel zurück. Der KTM-Werksfahrer schlug seinen, teils deutlich jüngeren, Konkurrenten an beiden Tagen ein Schnippchen und sicherte sich zwei wichtige Tagessiege. Der immer noch WM-Führende Steve Holcombe bestach mit Rang zwei und vier erneut mit seiner Konstanz und ist damit weiterhin der Einzige, der sich in dieser Saison bei jedem Lauf unter den besten Fünf platzierte. Loic Larrieu bleibt mit zwei dritten Plätzen ebenfalls weiterhin am Drücker, während Matthew Phillips mit Rang vier und neun wertvolle Punkte einbüßte.


#7 Christophe Nambotin

In der Enduro2 ist derzeit Josep Garcia der Mann der Stunde. Mit Rang eins und zwei konnte der Spanier seinen Punktevorsprung an der Spitze weiter ausbauen. Eero Remes stand als Zweiter und Dritter beide Tage auf dem Podium, ebenso wie Jamie McCanney, der nach Rang drei, am Sonntag seinen ersten WM-Tagessieg feiern konnte. Das besagte Trio liegt in der Gesamtwertung innerhalb von zwölf Zählern, was eine spannende zweite Saisonhälfte verspricht.


#26 Josep Garcia

Bei den Junioren musste der bereits punktemäßig weit enteilte Davide Soreca eine herbe Schlappe einstecken. Der Italiener kam nicht über die Ränge acht und sechs hinaus, wodurch er mächtig von seinem Polster einbüßte. Zumal seine beiden ärgsten Verfolger Bradley Freeman (zweimal Erster) und Mikael Persson (zweimal Zweiter) fleißig punkteten. Dagegen scheinen die Fronten in der Youngster-Kategorie zur Halbzeit geklärt. Der Führende Andreas Verona enteilte der Konkurrenz mit zwei weiteren Tagessiegen immer weiter.

Schon kommendes Wochenende geht es in Griechenland weiter, dort allerdings ohne die Damen. Es folgt der WM-Lauf in Portugal, bevor es zum Sprint-Enduro-Abstecher nach Großbritannien geht. Der Lauf in Argentinien wurde offiziell ersatzlos gestrichen. Das große Finale findet vom 20.-22.10. in Zschopau statt.

Weitere Infos und alle Ergebnisse auf endurogp.org


Maria Franke ganz oben - ein Bild, an das man sich durchaus gewöhnen kann