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Finallauf zur Enduro-Weltmeisterschaft
Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 07.10.2017

GPS-Daten:
50.739796, 13.063951

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Finallauf zur
Deutschen Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 20.10.2017

GPS-Daten:
52.474909, 13.777114

 
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Deutsche Top-Resultate zur EM-Halbzeit!

Runde zwei der diesjährigen Enduro-Europameisterschaft fand im estnischen Paikuse, rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Tallin entfernt, statt. Bereits 2012 war die Gemeinde Austragungsort eines EM-Laufes, welcher bei den damaligen Teilnehmern durch den teils sumpfartigen Torfboden bleibende Erinnerungen hinterließ. In diesem Jahr allerdings reizten die Streckenverantwortlichen ihr Blatt nicht gänzlich aus, so dass sich die Etappenführung weitestgehend einfacher präsentierte, als zuvor erwartet. Somit fielen die Entscheidungen in den drei Sonderprüfungen. Einem Cross-Test auf Ackergelände, einem kernigen Enduro-Test im Wald mit den berüchtigten bodenlosen Schlamm- und Sand-Passagen sowie einem weiteren Cross-Test im Tiefsand, unmittelbar am Ufer des Flusses Pärnu.

Am ersten Tag sorgte aus deutscher Sicht Jan Allers für einen echten Paukenschlag. Der KTM-Fahrer sicherte sich bei den U20-Junioren einen sensationellen zweiten Tagesrang. "Es lief wirklich richtig gut. Nach der ersten Runde lag ich auf Rang drei. Doch dann fiel das Live-Timing aus und ich wusste nicht genau wo ich stand. Also habe ich am Ende noch einmal alles gegeben, in der Hoffnung, dass es für das Podium reichen würde. Das es letztlich Platz zwei wurde, ist natürlich der Hammer", so ein freudestrahlender Jan Allers, der am zweiten Tag ein ähnlich gutes Resultat einfahren wollte. Allerdings agierte er nach eigenen Angaben etwas zu nervös, fiel einige Male hin, so dass es letztlich nur Rang neun wurde.


#14 Jan Allers

Der zweite deutsche Junior im Feld war Robert Riedel. Auch er zeigte sich gegenüber seinem EM-Debüt in Portugal stark verbessert. In der Junioren-Klasse E2/E3 überzeugte der KTM-Fahrer mit Rang acht am Samstag. Am Folgetag legte er noch eine Schippe drauf und beendete den Sonntag auf der starken fünften Position.

In der Klasse E1 Senioren ging Edward Hübner an den Start. Für ihn stand im Vordergrund, weitere Wettkampfpraxis nach seiner langen Verletzungspause zu sammeln. Das Wochenende endete für KTM-Fahrer mit zwei fünften Plätzen, welche demonstrieren, dass der Pechvogel des letzten Jahres auf einem guten Weg ist.

Der amtierende Europameister Marco Neubert verpasste am ersten Tag als Vierter knapp den Sprung unter die Top Drei der E2 Senioren. Sein DEM-Dauerrivale Davide von Zitzewitz, der mit einer glänzenden Bestzeit in den Tag startete, reihte sich nur eine Position dahinter auf Platz fünf ein. Paul Roßbach beendete den Tag auf Rang zwölf. Am zweiten Tag gelang Neubert Rang drei, was seine eigenen Erwartungen mehr als übertraf. "Ich bin durch meine Daumenverletzung, welche ich mir bei der WM in Ungarn zugezogen habe, noch immer stark gehandicapt. Noch am Donnerstag war nicht klar, ob ich überhaupt an den Start gehen könnte, da ich kaum den Lenker festhalten konnte. Unter diesen Umständen bin ich sehr zufrieden, an diesem Wochenende so viele wichtige Punkte mitnehmen zu können", so der aktuell Zweite der Meisterschaft. Davide von Zitzewitz wurde Achter, Paul Roßbach verbesserte sich zum Vortag um eine Position auf Rang elf.


#403 Marco Neubert

In das Fahrerfeld der Klasse E3 Senioren mischte sich Dennis Schröter, der zwei Tage erlebte, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Am Samstag stürzte er gleich in der ersten Sonderprüfung und in der zweiten, dem langen Enduro-Test, brach die Feder seines Dämpfers. "Zum Glück schliff das Rad noch nicht am Koti. So bin ich noch durchgerollt, an Schnellfahren war aber nicht zu denken", blickt der amtierende Deutsche Meister auf die entscheidende Szene zurück. "Nach dem Test habe ich überlegt, ins Paddock zurückzukehren oder den Ernstfall zu proben. Ich habe mich für Letzteres entschieden und bin die Etappe und den anschließenden Cross-Test gefahren, um mich ins Rundenziel zu retten. Dort habe ich den Dämpfer innerhalb von sechs Minuten gewechselt, so dass ich es gerade noch rechtzeitig zur Zeitkontrolle schaffte. " Ohne Zeitstrafe nahm der Husqvarna-Fahrer den Rest des Tages in Angriff und sicherte sich so noch Rang neun. Am zweiten Tag brannte Schröter dann ein wahres Feuerwerk ab. Nach einem spannenden Fünfkampf an der Spitze ging er schließlich als sensationeller Tagessieger hervor! "Ich habe mich schon am ersten Tag auf den Prüfungen wohl gefühlt. Einzig der Enduro-Test war mir mit den tückischen Bodenverhältnissen ein wenig suspekt. Daher habe ich mir diesen nach dem ersten Fahrtag noch einmal intensiv angeschaut", so Dennis Schröter über sein Erfolgsrezept des zweiten Tages und ergänzt freudestrahlend, "das es mit dem Tagessieg geklappt hat, ist natürlich großartig!"


#516 Dennis Schröter

Ebenfalls am ersten Tag vom Pech verfolgt war Björn Feldt. Der KTM-Fahrer erwischte im Enduro-Test bei einem Abflug einen Baum. Bei diesem Zusammenprall kam Feldt relativ glimpflich davon, während sein Motorrad mit abgerissenem Kühler hingegen nicht mehr fahrtüchtig war. Am zweiten Tag versuchte er erneut sein Glück, fand aber nicht in seinen Rhythmus. Mit Platz elf nahm Feldt zumindest noch ein paar Punkte mit. Gerrit Helbig, dritter Deutscher bei den E3 Senioren landete auf den Rängen elf und dreizehn.

Bei den Veteranen führte Arne Domeyer seine Siegesserie am ersten Fahrtag weiter fort. Dabei setzte er sich knapp gegen den 125ccm-Enduroweltmeister von 2003 Petri Pohjamo durch. Am zweiten Tag hatte allerdings der Finne hauchdünn die Nase vor Domeyer, der seine erste Saisonniederlage gewohnt trocken und mit einem Augenzwinkern wie folgt kommentierte: "Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste, so habe ich mir im Enduro-Test eine kleine Verschnaufpause gegönnt." Gemeint ist damit ein Sturz, bei dem der KTM-Fahrer die entscheidenden Sekunden einbüßte. Trotz dieses Missgeschicks und dem dadurch verlorenen Tagessieg zeigte sich Domeyer zufrieden mit dem Wochenende. "Es hat wieder Spaß gemacht und darauf kommt es mir an!" Teamkollege Ronny Thoms wurde zweimal Neunter.


#601 Arne Domeyer

Gesamtschnellster des ersten Tages wurde vor heimischer Kulisse Rannar Uusna. Der Este setzte sich gegen Matteo Pavoni (E1 Junioren) und Joakim Grelsson (U20 Junioren) durch. Am Sonntag konnte der Lokalmatador seinen Erfolg jedoch nicht wiederholen und wurde nur Elfter. Den Overall-Tagessieg schnappte sich der Italiener Pavoni, der damit die meisten Punkte aus dem Baltikum entführte. Zweiter wurde Lari Jukola (E1 Junioren), die Top Drei komplettierte Dennis Schröter.


#505 Rannar Uusna // alle Fotos: enduromedia

Nach zwei der vier Veranstaltungswochenenden führt in der Overall-Wertung weiterhin Oscar Baletti, der in Estland mit Platz vier und sechs vorlieb nehmen musste. Dahinter folgen seine italienischen Landsleute Pavoni und Maurizio Micheluz. Die Enduro-Europameisterschaft wird am 5. und 6. August in Burg fortgesetzt. Das dreitägige Finale findet Mitte Oktober in der Slowakei statt.

Alle Ergebnisse und Zwischenstände auf european-enduro.com