Veranstaltungen 2018

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25.03.2018 - Dahlen
04.-05.08.2018 - Burg
26.08.2018 - Waldkappel
23.09.2018 - Kaltenkirchen
07.10.2018 - Streitberg
13./14.10.2018 - Woltersdorf
20.10.2018 - Zschopau
28.10.2018 - Kempenich

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Stand: 20.11.2017 / vorbehaltlich
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Enduro-EM in Burg:
Ein ausführlicher Rückblick.

Im sächsisch-anhaltinischen Burg wurden vergangenes Wochenende die Läufe fünf und sechs zur diesjährigen Enduro-Europameisterschaft ausgetragen. Die Veranstaltung wurde ihrem internationalen Prädikat, mit dem Anspruch welcher den Fahrern geboten wurde, voll und ganz gerecht. Vor allem der neue, mit über zwölf Minuten Fahrzeit, sehr lange Enduro-Test quer durch den Wald erwies sich als echter Scharfrichter. Hinzu kam am ersten Fahrtag immer wieder einsetzender Regen, der die ohnehin schon engen Etappenzeiten noch knapper werden ließ. Am zweiten Tag schien zwar die Sonne, doch die nun äußerst zerfahrene Strecke und die erneut straffen Sollzeiten forderten den 147 EM-Startern aus 18 Nationen, darunter 22 Deutsche, noch einmal alles ab.


Nach zwölf Jahren wieder zu Gast in Burg: die Enduro-Europameisterschaft

Als erstes gingen die U20-Fahrer auf die Strecke. Für Tabellenführer Daniel Mundell aus Großbritannien war der Ausflug ein kurzer Spaß. Bereits im zweiten Test schied er aus und ging auch am Folgetag nicht an den Start. Damit war der Weg für den Schweden Joakim Grelsson frei. Das Nachwuchstalent, welches schon beide Laufsiege in Estland erzielte, setzte sich erneut beide Male souverän gegen seinen Landsmann Calle Johansson durch.


#2 Joakim Grelsson - Gesamtsieger "U20 Junioren"

Jan Allers hatte am ersten Tag bis zur Beginn der dritten Runde den zweiten Platz inne. Doch im langen Enduro-Test verspielte er seinen knappen Vorsprung und fiel zurück. "Ich bin zwar nicht gestürzt, aber der starke Regen war so heftig, dass meine Brille beschlug und ich diese abnehmen musste. Die schlechte Sicht hat mich schon ein wenig irritiert, entsprechend schlecht fiel dann auch die Zeit aus", so ein etwas geknickter Jan Allers, der sich mit Rang fünf begnügen musste. Am zweiten Tag erreichte er als sechster das Ziel. "Schade, ich hatte mir das Podium zum Ziel gesetzt. Dennoch habe ich viele EM-Punkte gesammelt und die Erkenntnis gewonnen, was ich noch intensiver trainieren muss", so das Fazit des Youngsters.


#8 Jan Allers

Da in der U20-Kategorie auch Fahrer teilnehmen dürfen, welche nur im Besitz einer nationalen Lizenz sind, nutzen einige deutsche Nachwuchsfahrer diese Gelegenheit, um sich mit der europäischen Spitze zu messen. Dabei schlug sich der aktuell Führende des Deutschen Enduro-Jugend-Cups am besten. Florian Görner beendete den Samstag als Fünfzehnter und verbesserte sich am Sonntag sogar noch um eine Position. Damit kassierte er bei seinem EM-Debüt gleich die ersten Zähler!

Matteo Pavoni war der Fahrer des Wochenendes schlechthin. Der Italiener sicherte sich an beiden Tagen nicht nur den Sieg bei den E1-Junioren, sondern gewann auch jeweils die klassenübergreifende Overall-Wertung! Damit übernimmt das Nachwuchstalent auch die Spitze in dieser prestigeträchtigen Kategorie.


#101 Matteo Pavoni - Gesamtsieger "Overall" und "E1 Junioren"

So dominant Pavoni auch war, die erste Bestzeit bei den E1 Junioren ging auf das Konto von Yanik Spachmüller. Der KTM-Fahrer bot eine beeindruckende Leistung, bevor ihn ein abgebrochener Fußbremshebel vorerst stoppte. Zwar konnte er den Schaden beheben, kassierte aber sieben Strafminuten und fiel aus den Top Drei zurück auf Rang fünfzehn. Der zweite Tag verlief hingegen problemlos. "Nur schade, dass ich nicht mehr ganz die Zeiten des Vortages erreichen konnte", bedauert der Junior, der dennoch guter Sechster wurde.


#118 Yanik Spachmüller

Die Klasse E2/E3-Junioren war fest in französischer Hand. In Summe beider Tage siegte Max Vial, vor seinen Landsmännern David Abgrall, Issac Devoulx und Jean-Baptiste Nicolot. Für den Deutschen Robert Riedel begann das Wochenende mit Platz sechs am ersten Tag sehr verheißungsvoll! Am zweiten verlor er allerdings auf der Etappe seine Radachsmutter. Zwar konnte er sich Dank einer provisorischen Reparatur aus geklemmter Kombizange, Kabelbinder und Panzertabe bis zum Servicepunkt retten, um den Schaden zu beheben. Doch die eingefangenen Strafminuten verhinderten die erneute Fahrt in die EM-Punkteränge.


#208 Max Vial - Gesamtsieger "E2/E3 Junioren"

In der Klasse E1 war gegen, den bis dato ungeschlagene Spitzenreiter, Andreas Linusson erneut kein Kraut gewachsen. Der Schwede bestimmte abermals das Gesehen nach Belieben und setzte sich damit in der Meisterschaft weiter von seinen Verfolgern ab.


#301 Andreas Linusson - Gesamtsieger "E1 Senioren"

Sehr erfreulich auch das Abschneiden der beiden Deutschen. Edward Hübner beendete den ersten Tag als Vierter, Tim Apolle mit nur 0,81 Sekunden dahinter als guter Fünfter. Am zweiten Tag musste Hübner seine Hoffnung auf ein erneut gutes Resultat frühzeitig begraben. "Der Motorschaden kam aus dem Nichts. Auf einmal hatte das Motorrad keine Leistung mehr, ging auf der Etappe einfach aus. Es gab keine Kompression mehr und aus der Motorentlüftung trat Öl aus", gab der KTM-Fahrer zu Protokoll. Dafür lief es für Apolle umso besser. Platz vier für den Husqvarna-Fahrer, der damit sehr zufrieden war.


#307 Edward Hübner

Davide von Zitzewitz und Marco Neubert wurden Zweiter und Dritter bei den E2 Senioren. Lediglich der Brite Jamie Lewis verhinderte durch seine starke Leistung einen deutschen Doppelsieg am ersten Tag. "Es lief richtig super. Ich habe mich auf dem Motorrad wohlgefühlt, entsprechend gut waren die Zeiten", so das Fazit des KTM-Fahrers, der am zweiten Tag allerdings nicht an den Start ging, da er es vorzog an der Deutschen MX2-Motocross-Meisterschaft teilzunehmen. Dort lag er in Front und sicherte sich tatsächlich auch den Meistertitel.


#405 Davide von Zitzewitz

Am zweiten Tag war erneut Jamie Lewis nicht zu stoppen. Hinter dem Yamaha-Fahrer reihten sich Thierry Pittens, Oliver Nelson und Marco Neubert ein. In der Summe beider Tage reichte es für den Deutschen dennoch zu Rang drei. "Es war kein einfaches Wochenende für mich. Die Hand, speziell aber der Daumen schmerzte teilweise so extrem, dass ich kaum noch den Lenker festhalten konnte", so Neubert, der die Mission Titelverteidigung noch nicht gänzlich abgeschrieben hat. "Jamie ist zwar jetzt schon ein ganzes Stück enteilt. Doch es gibt noch das Finale. Und was da noch alles passieren kann, habe ich letztes Jahr selbst hautnah erlebt." Paul Roßbach zeigte eine solide Leistung und schaffte es als Zehnter und Neunter jeweils an beiden Tagen in die Top Ten.


#402 Marco Neubert

#401 Jamie Lewis - Gesamtsieger "E2 Senioren"

Dennis Schröter hatte sich nach seinem fulminanten Auftritt in Estland für das Heimspiel einiges vorgenommen. Doch ganz ging der Plan nicht auf, wie er sich selbst am Sonntag nach der Zielankunft eingestehen musste. "Um ehrlich zu sein, ich hätte hier schon gern an beiden Tagen gewonnen. Doch irgendwie habe ich mir da selbst zu viel Druck gemacht", so die ehrliche Antwort des Husqvarna-Fahrers, der den ersten Fahrtag als Zweiter hinter Maurizio Micheluz abschloss. Der zweite Tag begann für Schröter dann alles andere als optimal, als er sich bei einem Sturz die Schulter anschlug. Dennoch kämpfte er sich auf Rang drei, hinter Micheluz und dessen Landsmann Oscar Baletti ins Ziel.


#507 Dennis Schröter

#502 Maurizio Micheluz - Gesamtsieger "E3 Senioren"

Für Björn Feldt war das Rennen bereits samstags in Runde zwei frühzeitig beendet. Nach einem heftigen Abflug im Enduro-Test wurde er sogar mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Glücklicherweise kam der KTM-Fahrer mit einer leichten Gehirnerschütterung und starken Prellungen verhältnismäßig glimpflich davon. Mittlerweile ist Feldt bereits wieder entlassen und kuriert sich zu Hause aus.

Jan Schäfer, der unmittelbar dazu kam als Feldt im Enduro-Test gerade gestürzt war, hielt sofort an, um zu sehen wie es um den Fahrerkollegen stand. "Erst als Björn mir signalisierte, ich solle weiterfahren, bin ich wieder los", so der Sherco-Fahrer, für den die sportliche Fairness absoluten Vorrang hatte, der damit aber auch wertvolle Zeit im Test verstreichen ließ. Mit Platz fünf und sechs fiel sein Wochenend-Fazit dennoch recht positiv aus. Gerrit Helbig, vierter deutscher Teilnehmer bei den E3 Senioren wurde am ersten Tag wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung genommen. Eine verklemmte Kette, welche er unterwegs reparieren musste, warf ihn hoffnungslos zurück. Mit Rang acht am Sonntag gelang ihm dennoch ein versöhnlicher Abschluss.


#512 Jan Schäfer

Arne Domeyer reiste als Führender der Veteranen-Klasse nach Burg. Sein Punktepolster war mittlerweile schon recht deutlich, so dass er sich auch einmal einen Ausrutscher leisten konnte. Dass er jedoch gleich am Samstag einen "Nuller" schreibt, war so nicht geplant. "Ich bin im Enduro-Test gestürzt und habe mir dabei die linke Hand verletzt", so der ehemalige Deutsche Enduro Meister, der es in diesem Jahr noch einmal wissen möchte. Das Domeyer am zweiten Tag unter großen Schmerzen noch einmal antrat, um so viel wie möglich Punkte mitzunehmen, zeugt von seinen Kämpferqualitäten. Das am Ende sogar wieder der Tagessieg für den KTM-Fahrer heraussprang, überraschte ihn wohl selbst am meisten. "Das hätte ich nicht erwartet, zumal ich mich so schwer getan habe. Es war schon eine echte Quälerei für mich. Umso schöner war es, das mich die Zuschauer so angefeuert haben, das hat ungemein geholfen", freute sich Domeyer, der damit weiterhin in der Meisterschaft in Führung bleibt. Da sein direkter Rivale Sebastian Krywult aus Polen gar nur Neunter wurde, baute Domeyer seinen Vorsprung sogar noch weiter aus. KTM-Fahrer Mario Grimm wurde am ersten Tag guter Sechster, trat aber am Sonntag nicht noch einmal an.


#601 Arne Domeyer

#606 Juha Puotsaari - Gesamtsieger "Veteranen"

Bei den Damen war Jessica Gardiner einmal mehr das Maß aller Dinge. Die Australierin, die mit einer französischen Lizenz unterwegs ist, fuhr zwei überlegene Tagessiege ein. Vanessa Danz beendete zwar den ersten Tag, wurde aber wegen Zeitüberschreitung nicht gewertet. Am zweiten Tag sicherte sich die KTM-Fahrerin als Elfte ihre ersten EM-Punkte.


#716 Jessica Gardiner - Gesamtsieger "Damen"

In der Team-Wertung war an beiden Tagen die deutsche Mannschaft in der Besetzung mit Neubert, Schröter und Schäfer siegreich.


Das deutsche Team siegte vor Italien und Polen

Die Enduro-Europameisterschaft endet in diesem Jahr mit einer Drei-Tages-Fahrt Mitte Oktober im slowakischen Gelnica. Neben zwei normalen Fahrtagen gilt es am dritten, das Abschluss-Motocross zu absolvieren. Ob es danach wieder einen deutschen Europameister zu bejubeln gibt?

Alle Ergebnisse und Zwischenstände auf european-enduro.com