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Finale zur Int. Deutschen
Enduro Meisterschaft

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Arne Domeyer ist Enduro-Europameister!
Marco Neubert holt Vize-Titel!

Und auch die restlichen deutschen Teilnehmer beim dreitägigen EM-Finale im ostslowakischen Gelnica überzeugten durch starke Leistungen!


Haben gut lachen! - Arne Domeyer und Marco Neubert (v.l.)

Es war eine Geländefahrt wie aus dem Bilderbuch. Das traumhafte Wetter und die herbstlich gefärbten Wälder auf den Höhenzügen rund um Gelnica sorgten für eine atemberaubende Kulisse. Und auch die Streckenführung rings um die Kleinstadt mit den drei anspruchsvollen Sonderprüfungen ließen keine Wünsche offen. Der Extrem-Test am Rande eines Wohngebietes war mit verschiedensten technischen Raffinessen, wie Steinfelder und Holzstämme, aber auch mit natürlichen Hindernissen, wie Steilabfahrten, zu durchquerende Schlamm- und Bachpassagen gespickt. Der Cross-Test war an einem ehemaligen Skihang auf einer steilen Wiese abgesteckt und auch der Enduro-Test in einem Hochwald hatte es mit seinen unzähligen steilen Auf- und Abfahrten in sich. Nach zwei Wertungstagen, welche nach dem üblichen Enduro-Reglement ausgetragen wurden, galt es am dritten, noch das finale Abschluss-Motocross auf einer tollen und sehr gut einsehbaren MX-Strecke zu absolvieren.

Arne Domeyer kam als Führender der Veteranen-Klasse in die Slowakei. Sein einzig verbliebener Konkurrent um den EM-Titel war der amtierende Meister Sebastian Krywult. Der Pole präsentierte sich extrem angriffslustig und konnte die beiden Wertungstage im Gelände klar für sich entscheiden. Doch Arne Domeyer wurde jeweils starker Zweiter, was sein Punktepolster nicht allzu sehr schrumpfen ließ. Sollte Krywult jedoch das Abschluss-Rennen gewinnen, müsste Domeyer mindestens Fünfter werden. Doch zu solchen Rechenspielchen kam es erst gar nicht, denn Domeyer rang seinen Konkurrenten im direkten Duell um den zweiten Platz nieder, während der Laufsieg an Sven Kiedrowski ging. Damit stand der Deutsche Enduro-Meister von 2003 als neuer Europameister fest. "Es ist einfach unglaublich! Hätte mir das einer vor Saisonbeginn gesagt, den hätte ich für verrückt erklärt", so der überglückliche, frischgebackene Titelträger, der eigentlich nur aus Spaß an der EM teilnehmen wollte.


Arne Domeyer auf dem Weg zum Titel

Auch Marco Neubert zeigte eine bärenstarke Leistung, wenngleich ihm eine ähnliche Sensation wie im Vorjahr verwehrt bleib. "Die Messe war schon vorher gelesen. Ich habe über die Saison gesehen, einfach schon zu viele Punkte liegen gelassen", resümierte der Europameister von 2016, der mit zwei Tagessiegen jedoch überaus würdig als regierender Champion abtrat. Der neue Meister bei den E2-Senioren heißt Jamie Lewis, Marco Neubert sicherte sich letztlich den wohlverdienten Vizetitel. "Damit bin ich zufrieden, vor allem aber mit meinen Leistungen an diesem Wochenende", freute sich der KTM-Fahrer, der die Sonderprüfungen einfach nur allererste Sahne fand.


Marco Neubert sichert sich EM-Silber


Die deutschen Fahrer setzten trotz manchen Pechs starke Akzente!


Jan Allers / U20-Junioren - Der Nachwuchsfahrer hatte gleich doppeltes Pech. An beiden Fahrtagen musste er nach einem Sturz auf der Etappe technische Defekte beheben, was ihm beide Male Strafminuten einbrachte und so aus den Punkterängen warf. Dennoch kämpfte er sich an beiden Tagen ins Ziel und sammelte wertvolle Erfahrungen. Beim Abschluss-Cross setzte sich der KTM-Fahrer sehr stark in Szene. Nach gewonnenem Start führte er lange Zeit, bis ihn der neue U20-Europameister Joakim Grelsson aus Schweden doch noch von der Spitze verdrängte.


Robert Riedel / E2/E3-Junioren - Auch ihn ereilte am ersten Tag großes Pech. Er versäumte, seine Stempelkarte an der ersten Zeitkontrolle registrieren zu lassen, da dies ist in der DEM nicht nötig, weil dort mit Transpondern gefahren wird. So blieb seine Leistung leider unbelohnt, da er nachträglich aus der Wertung genommen wurde. Am zweiten Tag erreichte er Platz zehn und beim finalen Motocross zeigte Riedel ganz deutlich, wo seine motorsportlichen Wurzeln liegen. Nicht nur, dass der KTM-Fahrer äußerst spektakulär über die Table flog, er war zudem auch extrem schnell unterwegs, was mit Rang zwei honoriert wurde.


Edward Hübner / E1-Senioren - Es war ein Wochenende, welches der KTM-Fahrer mit einem positiven Fazit für sich abhakte. Rang fünf am ersten Tag, ließ er Rang zwei am zweiten folgen. Beim finalen Abschluss-Cross lieferte sich Hübner zudem mit Jonathan Rosse an der Spitze ein äußerst sehenswertes Duell, welches der Schweizer letztendlich knapp für sich entschied.


Yannik Mosch / E1-Senioren - Für den Yamaha-Fahrer war es in diesem Jahr der erste EM-Einsatz. Er schloss alle drei Tage in Wertung ab und sammelte so sieben EM-Zähler. Bestes Resultat war dabei Platz dreizehn beim Abschluss-Cross.


Davide von Zitzewitz / E2-Senioren - Es begann gar nicht gut für den amtierenden Deutschen Enduro-Meister, der sich bei einer Kollision mit einem Baum die Schulter auskugelte. Glücklicherweise war sein Vater da, der geistesgegenwärtig die Schulter sofort wieder einrenkte. Dennoch war der erste Fahrtag für den KTM-Fahrer vorzeitig gelaufen und auch am zweiten rollte er am Morgen nur los, um für das Abschluss-Cross, auf das es sich extrem freute, startberechtigt zu sein. Hinter Motocross-WM-Fahrer Jaromir Romancik und dem neuen Europameister Jamie Lewis gelang es ihm letztendlich, seinen Lauf als starker Dritter abzuschließen.


Gerrit Helbig / E3-Senioren - Auch ihm passierte das gleiche Missgeschick wie Robert Riedel, was ebenfalls den Wertungsausschluss am ersten Tag bedeutete. Am zweiten sicherte er sich völlig überraschend den dritten Tagesrang, sein bis dato bestes EM-Einzelresultat! Am Finaltag wurde er Fünfter.


Sven Kiedrowski / Veteranen - Der Husqvarna-Fahrer schnupperte in die Enduro-EM hinein und hinterließ dabei gleich einen bleibenden Eindruck. Platz neun und sechs standen an beiden Wertungstagen zu Buche. Beim Abschluss-Cross zeigte Kiedrowski seine Crosser-Qualitäten und lieferte sich mit Arne Domeyer ein spannendes Duell um die Spitzenposition, welche er letztlich knapp für sich entschied!


Matteo Pavoni ist Overall-Europameister!

Der Italiener tritt damit die Nachfolge von Brad Freeman an, der aktuell in der Junioren-WM für Furore sorgt und die Chance hat, am kommenden Wochenende in Zschopau den Titel zu gewinnen. Für Pavoni war der Overall-Sieg aber nicht der einzige Titel, denn der KTM-Fahrer war auch noch in der Kategorie E1-Junioren erfolgreich. Die übrigen EM-Titelträger heißen Joakim Grelsson (Schweden / U20-Junioren), David Abgrall (Frankreich / E2/E3-Junioren), Andreas Linusson (Schweden / E1-Senioren), Jamie Lewis (Großbritannien / E2-Senioren), Maurizio Micheluz (Italien / E3-Senioren), Jessica Gardiner (Australien, französische Lizenz / Damen) und eben Arne Domeyer (Deutschland / Veteranen). Die Team-Wertung gewann die französische Armee-Equipe vor der deutschen DMSJ-Mannschaft.


Matteo Pavoni holte sich den begehrten Overall-EM-Titel!


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