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Saisonrückblick der DMSJ-Junioren

Auch wenn vereinzelt das Verletzungspech zuschlug oder ein technischer Defekt das ein oder andere Top-Resultat vereitelte, fiel das Saisonresümee der vier DMSJ-Teamfahrer Yanik Spachmüller, Jan Allers, Max Müller und Florian Görner dennoch durchweg positiv aus. "Alle vier zeigten sehr ansprechende Leistungen. Die Entwicklung war, gegenüber der Vorjahressaison, bei jedem einzelnen klar zu erkennen. Ich bin stolz auf meine Jungs", freut sich Heiko Junge, der nun schon im neunten Jahr die Fäden des Deutschen Enduro-Nachwuchsteams in den Händen hält.


Heiko Junge mit seinen Schützlingen Yanik Spachmüller, Jan Allers, Max Müller und Florian Görner (v.l.)


Der Routinier im Team ist zweifellos Yanik Spachmüller. Trotz seiner erst zwanzig Jahre gehört er schon im vierten Jahr zum Kader. Der Deutsche Enduro-Junioren-Pokalsieger von 2015 bestritt seine zweite Saison in der DEM-Klasse E1. Von Beginn an war der KTM-Fahrer regelmäßiger Podiumsanwärter und setzte sich in der Gesamtwertung auf dem ausgezeichneten dritten Rang fest. Doch ausgerechnet beim DMSJ-Training in Zwönitz, welches zur optimalen Vorbereitung auf "Rund um Zschopau" dienen sollte, verletzte sich Yanik am Fuß. "Da bin ich an einem Baumstumpf hängen geblieben. Der Fuß war sofort dick, aber durch die Schwellung konnte zunächst nichts Gravierendes festgestellt werden, so dass ich zwei Wochen später in Zschopau doch an den Start gehen konnte." Dort kämpfte sich Yanik am ersten Tag über die volle Distanz, doch am zweiten musste er vorzeitig das Motorrad abstellen. "Da ging dann nichts mehr", bedauert Yanik noch heute, bei dem erst dort die Ausmaße der ganzen Verletzung zum Vorschein kamen. Die Diagnose: Außenknöchel gebrochen und Außenband angerissen. Damit war die Saison für den Fachoberschüler gelaufen, der den EM-Lauf in Burg, als eines der persönlichen Highlights des zurückliegenden Jahres einstuft. "Dort lief es für mich richtig gut. Vor allem am ersten Tag, als ich gleich die erste Sonderprüfung gewann und mich in den Top Drei meiner Klasse behaupten konnte. Doch dann brach mir leider mein Fußbremshebel ab. Die notwendige Reparatur dauerte bei den knappen Etappenzeiten etwas zu lang, so dass ich eine Strafminute kassierte und zurückfiel", bedauert Yanik, dem am zweiten Tag mit Rang sechs dann sein bestes EM-Resultat gelang. Auch bei den Six Days in Frankreich unterstrich er als bester Deutscher sein Potenzial und beim WM-Lauf in Ungarn schaffte er es in der U20-Kategorie beide Tage unter die besten Zehn. Auch wenn er momentan noch seine Verletzung auskurieren muss, steht die neue Saison bereits im Fokus. "Bei mir wird sich nichts wesentlich ändern. Ich gehe erneut in der DEM-Klasse E1 an den Start. Zudem möchte ich wieder international ein paar ausgewählte Läufe sowie die Six Days in Chile bestreiten", so der Plan von Yanik Spachmüller.


Yanik Spachmüller


Jan Allers war in diesem Jahr zweifellos der DMSJ-Fahrer mit den meisten Renneinsätzen. Neben der Deutschen Enduro Meisterschaft bestritt er noch die komplette Europameisterschaft sowie die Six Days. Einige Male konnte der KTM-Fahrer für echte Highlights sorgen, jedoch vermasselten ihm immer wieder Stürze und technische Probleme weitere Top-Ergebnisse. "Es war schon eine kuriose Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Mir fehlte leider einfach die Konstanz", so das erste Resümee von Jan, der aktuell seine Gesellenprüfung als Elektriker ablegt. "Die Saison begann in Uelsen ziemlich verkorkst. Dort bin ich am ersten Tag durch eine defekte Zündspule nur Letzer geworden und auch der EM-Auftakt in Portugal lief nicht wie gewünscht. Nach einem heftigen Überschlag am ersten Tag, bei dem ich auf dem Rücken gelandet bin, musste ich vorzeitig aufhören", so der KTM-Fahrer über die eher bescheidenen Auftakt-Veranstaltungen. Dafür funktionierte es beim EM-Lauf in Estland umso besser. Mit Platz zwei am ersten Tag sorgte Jan für großes Aufsehen. "Das war schon ein absolutes Highlight. An diesem Tag hat einfach alles gepasst. Nur etwas schade, dass ich am zweiten nicht ganz fehlerfrei geblieben bin und so einige Plätze einbüßt habe. Womit wir wieder beim Thema Konstanz wären", schmunzelt der 19-Jährige, der die EM als starker Siebter der U20-Kategorie abschloss und beim Abschluss-Cross nochmals mit Rang zwei ein Ausrufezeichen setzte. Auch die Six Days begannen recht vielversprechend, bevor ihm die Defekthexe auch hier einen Streich spielte. Bei einem Sturz verklemmte sich die Kette im Ritzel. Wie Jan sein Motorrad ins Ziel zerrte und anschließend unter den Augen unzähliger Schaulustiger reparierte, ging um die Welt. Auf nationaler Ebene konnte Jan erneut überzeugen. Nachdem er im letzten Jahr den Junioren-Titel holte, ging er dieses Jahr in der Klasse E1 an den Start. Am Ende sicherte er sich Gesamtrang drei, als bestes Einzelresultat stand ein zweiter Platz zu Buche. "Mit diesem Resultat kann ich sehr gut leben", freut sich Jan Allers, der für nächstes Jahr ehrgeizige Pläne hat. "Ich werde noch ein Jahr auf der 125iger Maschine dranhängen, da ich noch einmal die Chance nutzen möchte, in der U20-Kategorie der Europameisterschaft an den Start zu gehen. Gern würde ich auch vermehrt in die WM hinein schnuppern und die Six Days in Chile bestreiten", so Jan Allers, der dann seine dritte Saison im DMSJ-Kader in Angriff nimmt.


Jan Allers


Auch Max Müller musste gleich zum DEM-Auftakt eine bittere Pille schlucken. Im Tiefsand kam er heftig zu Sturz und flog dabei im hohen Bogen über den Lenker. "Danach war erst einmal die Luft weg und der Rücken schmerzte. Ich wollte zwar weiterfahren, aber das ging nicht", blickt Max zurück, dem erst im Krankenhaus bewusst wurde, wie viele Schutzengel er eigentlich hatte. "Als die Diagnose lautete, drei Wirbel gebrochen war ich erst einmal fertig. Das hätte auch ganz anders ausgehen können." Dennoch war die Saison vorerst für ihn wieder gelaufen, nachdem der 20-Jährige bereits im Vorjahr durch einen, im Training zugezogenen Kreuzbandriss lange pausieren musste. Doch der Husqvarna-Fahrer kämpfte sich eindrucksvoll zurück. In Burg ging er bereits wieder an den Start, auch wenn es dort noch nicht wunschgemäß lief. Doch in Dachsbach schaffte er mit Rang drei in der Junioren-Klasse seine erste Podiumsplatzierung seit langem. "Dieser Podestplatz war wirklich schon längst überfällig und für mich eine echte Genugtuung nach den ganzen Rückschlägen." Zuletzt stand Max 2015 im Deutschen Enduro Jugend Cup auf dem Treppchen, den er letztlich sogar als Gesamtdritter abschloss. Vor allem sorgte er damals für Aufsehen, da er mit einer relativ betagten KTM-Maschine an den Start ging. "Ja, das war eine 125er EXC aus dem Jahre 2003 und eigentlich mein Alltags-Moped mit dem ich immer zur Schule gefahren bin. Das wurde dann noch etwas modifiziert und aufgebaut, so dass es dann auch im Gelände ordentlich ging", lacht Max, der durch seinen drei Jahre älteren Bruder Philipp zum Endurosport gekommen ist und mit diesem nicht nur immer gemeinsam zu den Rennen reist, sondern auch Maschinenbau studiert. Für die kommende Saison hofft Max, endlich einmal wieder verletzungsfrei über die Runden zu kommen, um den fünften Gesamtrang in der Junioren-Kategorie weiter zu verbessern. "Gerne würde ich auch die Enduro-Europameisterschaft bestreiten. Allerdings muss ich erst sehen, wie das mit meinem Studium zu vereinbaren ist", so der leidenschaftliche Hobby-Musiker, der dann auf einer 250iger-Zweitakt an den Start gehen wird. "Mit welcher Marke und für welches Team verrate ich vorerst aber noch nicht", schmunzelt Max Müller, der dann, wie Jan Allers, seine dritte Saison im DMSJ-Kader bestreiten wird.


Max Müller


Eine wirklich tadellose Saison liegt hinter Florian Görner. Der erst 17-jährige KTM-Fahrer gab im letzten Jahr sein Enduro-Debüt und überzeugte gleich von Beginn an mit überaus ansprechenden Leistungen. So lag es auf der Hand, das Talent in den DMSJ-Kader aufzunehmen. Florian startete im Deutschen Enduro Jugend Cup und konnte dort fünf der sieben Läufe gewinnen. Dazu kamen noch jeweils ein zweiter und ein dritter Platz, was souverän zum Titelgewinn reichte. Zudem sicherte sich noch den ersten Platz im Deutschen Enduro Cup, der klassenübergreifenden Gesamtwertung im B-Lizenz-Bereich. "Es war schon eine perfekte Saison für mich. Besser geht es fast nicht. Vor allem ‚Rund um Zschopau‘ war für mich das Highlight in diesem Jahr. Dass bei meinem Heimrennen trotz WM-Status überhaupt ein Start möglich war, hat mich wirklich sehr gefreut. Das ich dann aber an beiden Tagen noch die nationale Klasse gewinnen konnte, war die Krönung", strahlt Florian, der schon seit seinem fünften Lebensjahr auf dem Motorrad sitzt und in diesem Jahr auch seinen ersten EM-Lauf bestritt. "In Burg nutzte ich die Gelegenheit, in der U20-Kategorie an den Start zu gehen, was trotz meiner nationalen B-Lizenz möglich war. Das ich dort auch meine ersten EM-Punkte einfahren konnte, war ebenfalls ein tolles Erlebnis." Mit dieser beeindruckenden Erfolgsbilanz ist der Schritt in den A-Lizenz-Bereich nur logisch. So wird Florian im kommenden Jahr in der Junioren-Klasse der Deutschen Enduro Meisterschaft antreten. "Zudem möchte ich vereinzelte WM-Läufe in der U20-Kategorie bestreiten", so der ehrgeizige Plan, des Fachkraft-Azubis für Metalltechnik.


Florian Görner


Um optimal für die Saison 2018 gerüstet zu sein, sind auch für das kommende Jahr wieder diverse DMSJ-Kader-Trainingseinheiten fest geplant. "2017 haben wir fünf verschiedene, gemeinsame Trainingswochenenden absolviert sowie eine Leistungsdiagnose im Olympia-Stützpunkt in Frankfurt. So in etwa wird das auch in diesem Jahr wieder ablaufen. Im März wird es zudem ein spezielles Vorbereitungstraining in Südeuropa geben, was speziell auf internationale Einsätze in WM und EM zugeschnitten ist", so Team-Organisator Heiko Junge, der im kommenden Jahr erstmals fünf Fahrer zu betreuen hat. "Neben unseren vier Jungs kommt mit Louis Richter noch ein weiterer junger Fahrer hinzu. Louis ist erst in diesem Jahr sechszehn geworden und hat in Zschopau sein erstes Enduro-Rennen bestritten. In Woltersdorf belegte er in der Jugend-Klasse bereits Platz drei. Also das Potenzial ist definitiv vorhanden. Ich bin gespannt und freue mich zu sehen, wie sich die Jungs im neuen Jahr schlagen werden."


Gemeinsame Trainingseinheiten unter fachmännischer Anleitung wird es auch im neuen Jahr wieder zur Genüge geben