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Deutscher Enduro Cup

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Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
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Deutscher Enduro Cup

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Finallauf zur
Deutschen Enduro Meisterschaft
Deutscher Enduro Cup

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SuperEnduro-WM in Riesa endet
mit US-amerikanischem Doppel Sieg!
Kevin Gallas bei den Junioren unschlagbar!

Die vierte Auflage der SuperEnduro-Weltmeisterschaft in Riesa war ein voller Erfolg! Die Zuschauer in der ausverkauften SACHSENarena erlebten erstklassigen Indoor-Endurosport. Auf der bestens präparierten Strecke kämpften letztlich 28, für die Hauptrennen qualifizierte Fahrer aus 13 Nationen um WM-Punkte. In der Prestige-Klasse setzte sich Cody Webb aus den USA vor Landsmann Colton Haaker durch. Bei den Junioren brillierte Kevin Gallas aus Karlsruhe, der alle drei Wertungsläufe gewann.

Prestige: Cody Webb siegt erstmals in Riesa
Nach einer Eröffnungsfeier mit verschiedenen Showeinlagen und donnerndem Feuerwerk startete der sportliche Teil mit der Superpole. Im ersten Kräftemessen der Prestige-Fahrer gehen die sieben Trainingsschnellsten auf die Strecke, um nochmals den Besten zu ermitteln. Dieses Ergebnis ist ausschlaggebend für die erste Startreihe, zudem erhalten die Top Drei noch WM-Punkte. Cody Webb aus den USA bestätigte seine derzeit gute Verfassung mit der schnellsten Runde und sicherte sich neben dem besten Startplatz auch drei WM-Zähler für sein Punktekonto. Die beiden Britten Billy Bolt und Johnny Walker belegten die Plätze zwei und drei. Manuell Lettenbichler, einziger Deutscher in der Prestige-Klasse, unterstrich mit Rang fünf, das an diesem Abend mit ihm zu rechnen ist.

Nach Runde eins im ersten von insgesamt drei Wertungsläufen lag Vorjahressieger Colton Haaker in Front. Der amtierende Weltmeister lag an der Spitze, ehe er sich einen Fehler leistete und so auf Rang fünf zurückfiel. Landsmann Cody Webb übernahm somit die Spitze und gab diese bis ins Ziel auch nicht mehr ab. Haaker startete unterdessen eine sehenswerte Aufholjagd, die ihn noch bis auf Rang zwei nach vorn spülte. Jonny Walker wurde vor Tadeusz Blazusiak und Billy Bolt solider Dritter. Manuel Lettenbichler, der von den Zuschauern frenetisch angefeuert wurde, lag zwischenzeitlich an dritter Position. Am Ende wurde er in diesem Weltklasse-Fahrerfeld guter Sechster.


Nach dem Gewinn der Superpole ging auch der erste Laufsieg an Cody Webb

Der zweite Durchgang wird üblicherweise in umgekehrter Startaufstellung gestartet. Damit rücken die Besten in die zweite Reihe. Umso erstaunlicher, das Tadeusz Blazusiak nach dem Start und den ersten Hindernissen gleich in Führung lag. Kurzzeitig schob sich Billy Bolt am Sechsfach-Weltmeister vorbei, doch nur eine Runde später lag der Pole wieder in Front und fuhr einen sicheren Laufsieg nach Hause. Colton Haaker arbeitete sich nach bescheidener Anfangsphase noch bis auf die zweite Position nach vorn, während Vizeweltmeister Alfredo Gomez die Ziellinie als Dritter querte. Manuell Lettenbichler wurde erneut starker Sechster.
Doch lange konnte sich Blazusiak nicht über seinen Sieg freuen, da verkündet wurde, ihm eine Zeitstrafe aufzuerlegen, was zunächst mit Pfiffen seiner zahlreichen Fans im Publikum quittiert wurde. Was war passiert? Blazusiak hatte gegen die, bei der Fahrerbesprechung festgelegte Maßnahme verstoßen, das Röhrenhindernis nach dem Start aus Sicherheitsgründen in der ersten Runde nicht zu überspringen. Somit rutschte der KTM-Fahrer auf Rang vier zurück und Haaker erbte den Laufsieg.


Vorjahrssieger Colton Haaker gewann letztlich Wertungsdurchgang zwei

Der dritte Lauf begann mit einem famosen Start von Manuel Lettenbichler. Der Publikumsliebling übernahm die Führung und konnte diese auch einige Zeit gegenüber den mächtig Druck aufbauenden Cody Webb behaupten. Doch der US-Amerikaner erwies sich als zu stark, er übernahm Ende der dritten Runde die Führung und gab diese bis ins Ziel auch nicht mehr ab. Blazusiak wurde Zweiter und Billy Bolt Dritter, der Lettenbichler noch kurz vorm Ziel abfangen konnte. Doch auch dem Deutschen ereilte das gleiche Schicksal wie Blazusiak ein Rennen zuvor. Eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe ließ den KTM-Fahrer auf Rang sechs abrutschen. Dennoch zeigte sich der SuperEnduro-Junioren-Weltmeister von 2016 mit seinem Abend und Gesamtrang sieben recht zufrieden. "Die Zeitstrafe ist zwar ärgerlich, aber was bleibt, ist das tolle Gefühl eines sehr traumhaften Heimrennens mit einer super Stimmung in der Halle."


Manuel Lettenbichler überzeugte bei seinem Heimrennen mit starken Rennen

Ähnlich begeistert zeigte sich auch Cody Webb, der nicht nur den Tagessieg, vor Haaker und Blazusiak holen konnte, sondern auch die WM-Führung übernahm: "Ich bin sehr glücklich mit diesem Abend. Nach einer langen Endurocross-Saison in den USA war das erst mein zweites SuperEnduro nach meiner Pause im letzten Jahr. Die Strecke war großartig, genau wie die tollen Fans, die eine fantastische Stimmung erzeugten."


Cody Webb, der freudestrahlende Sieger in der Prestige-Klasse

Ergebnisse:
- Superpole
- 1. Lauf
- 2. Lauf
- 3. Lauf
- Gesamtergebnis


Junioren: Kevin Gallas, wie von einem anderen Stern!
Bereits im Zeittraining deuteten die beiden deutschen Starter Leon Hentschel und Kevin Gallas mit den Rängen eins und zwei an, dass sie bei ihrem Heimrennen Großes vorhaben. Vor allem der 21-jährige Gallas drückte diesen Abend seinen Stempel auf und dominierte das Geschehen nach Belieben. Im ersten Lauf schnappte er sich, vor Ignacio Fernandez aus Spanien und dem Südafrikaner Blake Gutzeit, einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg. Im zweiten Durchgang, in welchem die Trainingsschnellsten aus der zweiten Startreihe ins Rennen gehen müssen, war Gallas nach der ersten Runde zunächst auf Rang vier zu finden. Nach der zweiten lag er bereits an zweiter Position, während ihm der führende Teodor Kabakchiev schon um einige Sekunden enteilt war. Doch der Bulgare kam an einem Baumstamm-Hindernis ins Straucheln und verlor viel Zeit, so dass der Deutsche aufschließen und problemlos vorbeigehen konnte. Damit hieß der Laufsieger erneut Kevin Gallas, was die Zuschauer förmlich ausflippen ließ. Und auch der letzte Durchgang avancierte zu einer One-Man-Show des jungen Karlsruhers, der erneut von Beginn an die Spitzenposition inne hatte und diese auch nicht mehr abgab. Die Halle bebte! Überglücklich über sein überragendes Abschneiden ließ sich der Sieger von den begeisterten Zuschauern feiern. "Es ist wirklich unglaublich. Insgeheim hatte ich schon auf so ein sensationelles Ergebnis gehofft. Das es nun tatsächlich so gekommen ist, ist natürlich der Wahnsinn. Mein Ziel vor der Saison war, in die Top Drei zu fahren. Als es dann beim Auftakt in Polen mit dem ersten Laufsieg so gut anlief, hat es im Kopf einfach 'Klick' gemacht und seitdem läuft alles wie von allein", strahlte der überwältigte Junioren-Sieger, der nun sein Ziel für die Saison nach oben korrigiert und offen zugibt, "ich möchte definitiv um den Titel kämpfen!" Wer kann es ihm nach dieser fantastischen Vorstellung auch verdenken?


Kevin Gallas ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance


Tageszweiter wurde Ignacio Fernandez, Dritter der Südafrikaner Kyle Flanagan, der seine Meisterschaftsführung an Gallas abtreten musste. Leon Hentschel konnte nicht ganz an sein phänomenales Trainingsergebnis anknüpfen. Der Youngster, der in wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feiert, sicherte sich mit den Laufergebnissen sechs, sieben und sechs in der Tagesgesamtwertung einen guten achten Rang!


Schlug sich überaus achtbar: Leon Hentschel aus Uelzen

Ergebnisse:
- 1. Lauf
- 2. Lauf
- 3. Lauf
- Gesamtergebnis


National: Apolle und Hartmann liefern sich spannendes Duell!
Die beiden Husqvarna-Fahrer waren an diesem Abend zweifellos die tonangebenden Akteure. Im ersten Rennen hatte bis kurz vor der Zielflagge Mike Hartmann die Nase vorn. Diesem immer dicht auf den Fersen und auf einen Fehler des Routiniers lauernd, der 13 Jahre jüngere Tim Apolle. Mehrfach versuchte dieser, Hartmann zu attackieren. Doch der wehrte alle Angriffe gekonnt ab. Auf den letzten Metern vor dem Zielstrich schob sich Apolle jedoch in der Baumstamm-Sektion mit aller Macht neben Hartmann und überquerte den Zielstrich mit einem minimalen Vorsprung von 0,047 Sekunden Vorsprung. Robert Scharl wurde Dritter und Jan Schäfer, nach einem Sturz am Start und großer Aufholjagd, Vierter.

Im zweiten Rennen lag zunächst Schäfer in Front, der es diesmal beim Start besser machte, bevor Vorjahressieger Robert Scharl in der dritten Runde die Spitzenposition übernahm. Nur einen Umlauf später hatte die Führung erneut gewechselt und Tim Apolle lag nun in Front. Doch dieses Mal war das Glück nicht auf der Seite des 21-Jährigen, der beim Überrunden auf einen gestürzten Fahrer auflief und dort nicht gleich vorbei kam. Mike Hartmann packte seine Chance bei Schopfe, wählte eine andere Linie und ging vorbei. Diesmal machte es der Routinier besser und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Zweiter wurde Apolle, Dritter Scharl, was auch gleichzeitig den Endstand der Tageswertung widerspiegelte. "Im zweiten Lauf hatte ich das Glück auf meiner Seite, nachdem ich den Sieg im ersten Lauf leider so knapp noch abgeben musste", strahlte Mike Hartmann, der in diesem Winter eigentlich gar keine SuperEnduro-Rennen bestreiten wollte und entsprechend wenig dafür trainiert hatte. Umso eindrucksvoller seine Vorstellung.


In der nationalen Gruppe das Duell des Abends: Mike Hartmann (vorn) gegen Tim Apolle

Ergebnisse:
- 1. Lauf
- 2. Lauf
- Gesamtergebnis


Die Super-Enduro-WM wird Mitte Februar im spanischen Malaga fortgesetzt, bevor es nur zwei Wochen später ebenfalls auf spanischem Boden in Bilbao weitergeht. Das Finale startet am letzten Märzwochenende im schwedischen Lidköping. Ob es dann, nach Manuel Lettenbichler 2016, wieder einen deutschen SuperEnduro-Junioren-Weltmeister gibt, wird sich zeigen. Die Chancen hierfür sind jedenfalls äußerst gut!


Steht Kevin Gallas auch am Ende der Saison ganz oben?