Veranstaltungen 2019

Internationale Deutsche
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10.-11.08.2019 - Burg
25.08.2019 - Waldkappel
21.-22.09.2019 - "Standby"
(fester Ausweichtermin)
12.10.2019 - Zschopau
02.11.2019 - Tucheim

DMSB Enduro-Cup:
09.-10.03.2019 - Uelsen
10.-11.08.2019 - Burg
(ohne Klassik)
25.08.2019 - Waldkappel
21.-22.09.2019 - "Standby"
(fester Ausweichtermin)
20.10.2019 - Kempenich
02.11.2019 - Tucheim


Stand: 01.11.2018 /
alle Terminangaben ohne Gewähr
und vorbehaltlich der Prädikatsbestätigung
durch den DMSB


 
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Die Vorgeschichte einer Six Days in Übersee

In einer Woche starten die 93. Internationalen Six Days in Chile. Das deutsche Team ist in diesem Jahr in allen drei Nationen-Wertungen vertreten. Hinzu kommen noch eine Hand voll Clubmannschaften sowie neun Klassik-Fahrer, welche an der, im Rahmen der Sechstagefahrt ausgetragenen, Vintage-Trophy teilnehmen. Soweit die Fakten. Doch bis tatsächlich alle Fahrer in Vina del Mar von der Startrampe rollen, bedarf es im Vorfeld einer detaillierten und logistisch sehr aufwendigen Vorarbeit, um einen möglichst professionellen und reibungslosen Ablauf zu gewähren. Angefangen mit der Buchung aller Quartiere, Beschaffung und Finanzierung der Mannschaftskleidung, über die Organisation der ganzen Transporte von Mensch und Material, bis hin zur weitreichenden Absicherung von Service und Betreuung vor Ort.

Unzählige Stunden der Vorbereitung
Die Fäden der Gesamtorganisation laufen in erster Linie bei Marcus Jünger zusammen. Der 43-Jährige nimmt mittlerweile seine 26. Six Days als Betreuer in Angriff. Viele davon mit einer Menge Herzblut und mächtigem Eigenengagement als "Orga-Chef", der aber bei seinen vielseitigen Aufgaben auf ein erfahrenes und eingespieltes Team zurückgreifen kann. "Es ist wie immer ein Arbeiten Hand in Hand, wenngleich unbestritten viele Dinge über meinen Tisch gehen.", bestätigt der Teammanager, der bereits jetzt schon mit den Planungen für die Six Days 2019 begonnen hat. "So ein Großevent bedeutet immer eine enorme Vorlaufzeit in Sachen Organisation", weiß Marcus Jünger, der sich auch mit der diesjährigen Sechstagefahrt bereits sehr frühzeitig auseinander setzte. "Sobald der Termin feststeht, fällt auch der Startschuss für sämtliche Planungen." Erster Schritt ist dabei die Quartiersuche, welche sich nicht immer als einfach erweist. "In der Regel besichtige ich die Unterkünfte im Vorfeld, checke Räumlichkeiten und die gastronomischen Gegebenheiten. Da die Six Days diesmal allerdings in Übersee stattfinden, war uns das leider nicht möglich. Doch Dank der hervorragenden Kontakte von Heiner Schmidt nach Südamerika konnte dieser uns ein erstklassiges Quartier organisieren", freut sich Jünger, der neben dem vielseitigen Zutun und der langjährigen Erfahrung Heiner Schmidts auch auf die zuverlässigen Dienste von Wilfried Meine bauen kann. In diesem Gremium wird auch die Kaderplanung im Vorfeld vorgenommen bzw. Empfehlungen an den Fachausschuss Enduro gegeben. Die finale Nominierung erfolgt letztendlich durch den DMSB. Auch um die gesamte Teambekleidung kümmert sich Marcus Jünger, der in diesem Fall sogar seine ganze Familie mit einspannt. "120 Fahrerhemden, 20 Jacken, 30 Team-Shirts und 70 Spezial-Shirts für die mitreisenden Fans trafen alle in großen Kartons ein und wurden im heimischen Keller zwischengelagert", lacht Marcus Jünger angesichts der beengten Zustände im untersten Geschoss. "Die ganzen Sachsen mussten ja noch sortiert und separat für alle einzelnen Personen verpackt werden. Dank meiner Familie, die hier tatkräftig mit anpackte, wäre die fristgerechte Abwicklung gar nicht möglich."


Marcus Jünger spannt für die Six Days auch schon mal seine Familie mit ein…

Treffpunkt Paris
Eine Six Days in Übersee ist gewöhnlich eine andere Hausnummer, als eine auf europäischem Boden. Die Anreise erfolgt mit einem Transatlantik-Flug, dem verschiedene Zubringerdienste vorausgehen. "Hamburg, Hannover, Stuttgart, München, Frankfurt, Köln – von hier aus starten alle Mitreisenden zunächst Richtung Paris, wo wir uns alle am Dienstag treffen, um dann gemeinsam nach Santiago de Chile weiter zu fliegen. Dort nehmen wir die Fahrzeuge von VW entgegen, die ebenso, wie die Firmen Ortema, Total Mineralöle, Dirtbiker Magazin, Herrenknecht Tunnel-Systeme, Presswerk Struthütten, Zweirad Neubold und Fahrzeughandel Oestreich, als unsere Hauptsponsoren fungieren. Im Konvoi fahren wir schließlich von der chilenischen Hauptstadt nach Vina del Mar, um unseren Container in Empfang zu nehmen, der bereits am 30.09. in Hamburg verschifft wurde und pünktlich am vergangenen Mittwoch in Chile eingetroffen ist", berichtet der Teammanger, der sich keine Sorgen machte, dass das Material auf der halben Weltreise abhanden kommen könnte. "Seit ich in die Organisation eingebunden bin, ist derartiges zum Glück noch nie passiert."
Was nach der Ankunft im Veranstaltungsort auf das Team wartet, ist zunächst das Entladen des Containers sowie der Aufbau des großen Vorzeltes. "Sechs Stunden haben wir zum Packen benötigt. Ich hoffe, beim Entladen sind wir schneller. Des Weiteren sind drei Stunden für die komplette Installation des Zeltes vorgesehen, was alles am Mittwoch noch abgeschlossen werden muss, damit die Jungs und Mädels am Donnerstag ihre Motorräder aus den Kisten holen und zusammenschrauben können", so der 43-Jährige über den straffen Zeitplan. "Die verschiedenen Prüfungen, mit einer Gesamtlänge von 20 bis 22 Kilometer, müssen ja auch noch gelaufen werden." Mit der Maschinenabnahme am kommenden Freitag und der Eröffnungsfeier am darauffolgenden Sonntag stehen noch weitere wichtige Termine auf der To-do-Liste, bevor es nächsten Montag dann wirklich "richtig" los geht.

Fliegender Wechsel im Deutschen Trophy-Team
In der deutschen Trophy startet mit Edward Hübner ein überaus erfahrener Mann. Der Sachse bestritt seine ersten Six Days 2007, ebenfalls in Chile, danach kamen noch sechs weitere hinzu. Unvergessen für ihn ist dabei definitiv die Sechstagefahrt 2015 in der Slowakei, bei welcher der jetzt 30-Jährige den sensationellen dritten Platz in der E1-Klassenwertung belegten konnte. Auch Davide von Zitzewitz kann mit vier Teilnahmen schon auf eine bewegte Six Days-Vita zurückblicken, während Robert Riedel in Vina del Mar erst seine zweite in Angriff nehmen wird. Als viertes Mitglied war bis vor zwei Wochen Tilman Krause gesetzt. Doch der 26-Jährige brach sich im Training das Schlüsselbein. Dadurch büßte er bedauerlicherweise nicht nur seine, in der Deutschen Enduro Meisterschaft, mögliche Top-Platzierung im Gesamtklassement ein, sondern musste auch schweren Herzens seine vierte Six-Days-Teilnahme absagen. "Das ist so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann", gesteht, der auch als Trophy-Manager tätige, Marcus Jünger, "nach so einer Nachricht hat man zunächst einmal die ein oder andere unruhige Nacht. Einen gleichwertigen Ersatz zu finden, ist immer schwer. Zudem muss es auch mit dem Motorrad passen, da dieses ja bereits verschifft wurde", hebt er noch einmal die prekäre Lage hervor.


Zur Team-Präsentation in Streitberg war noch alles gut: v.l. Edward Hübner, Robert Riedel, Tilman Krause und Davide von Zitzewitz

Doch glücklicherweise ergab sich eine schnelle Lösung. "Nach dem Trainingssturz saß ich zunächst mit Schmerzen zu Hause, konnte mich kaum bewegen und habe überlegt, wer meinen Platz in der Trophy übernehmen könnte. Da fiel mir eigentlich nur Björn Feldt ein. Also habe ich ihn gleich angerufen", erzählt Tilman Krause, der zunächst eine Absage von seinem Kumpel erhielt. "Aber fünf, zehn Minuten später klingelte das Handy und Björn meinte, okay, ich mache es doch", zeigte sich der verletzte Unglücksrabe erleichtert. Für Björn Feldt allerdings war es eine neue, vollkommen überraschende Situation. "Als ich den Anruf von Tilman bekam und dieser meinte, 'Björn, du musst für mich in Chile fahren', war ich erst einmal total perplex", erinnert sich Björn an den Anruf seines verletzten Fahrerkollegen. "Bevor ich die endgültige Zusage geben konnte, musste ich jedoch noch einige Dinge klären. Zunächst habe ich meine Frau angerufen. Sie meinte, so eine Chance bekomme ich im Leben nicht wieder. Danach meinen Chef, der mir den nötigen Urlaub gab. Anschließend klärten unsere beiden Teamchefs alles bzgl. der Motorräder. Dann stand noch die Reifenfrage im Raum und die Sache mit meinem Reisepass, der leider abgelaufen war", so Björn Feldt, der zur dieser Zeit bereits im Erzgebirge weilte, um sich auf das bevorstehende DEM-Finale vorzubereiten. "So war ich in Zschopau auf dem Einwohnermeldeamt, deren Mitarbeiter alles mit der Behörde bei mir zu Hause geregelt haben." Auch sonst sind alle anderen offenen Fragen mittlerweile geklärt, so dass der zweiten Six Days-Teilnahme von Björn Feldt und dessen erstem Auftritt in der Deutschen Trophy-Mannschaft nichts mehr im Wege steht! "Das ich nun nach Chile fahren werde, um dort in der Trophy zu starten, habe ich erst auf meiner Heimfahrt von Zschopau so richtig realisiert. Ich freue mich total auf diese Herausforderung und werde natürlich mein Bestes geben", blickt der Ersatzmann voller Vorfreude voraus.


Trikot-Tausch der etwas anderen Art – Tilman Krause (links) übergibt Kumpel Björn Feldt das passende Six Days-Outfit!

Junior- und Damen-Trophy – vier von sechs mit ISDE-Debüt
In der Junior-Trophy sind mit Yanik Spachmüller und Jan Allers zwei Fahrer vertreten, die trotz ihres jungen Alters schon als Routiniers bezeichnet werden können. Während Yanik Spachmüller seit 2015 jede Sechstage-Fahrt bestritten hat, stand auch Jan Allers bereits die beiden zurückliegenden Jahre in der Junioren-Mannschaft. Dagegen feiert Tim Apolle, Dritter im Bunde, im Alter von 22 Jahren seine Six Days-Premiere.


Die Deutschen Junioren: v.l. Jan Allers, Yanik Spachmüller und Tim Apolle

In diesem Jahr ist Deutschland auch wieder mit einer Mannschaft in der Damen-Trophy vertreten. Mit Nadine Maier, Selina Schittenhelm und Tanja Schlosser stellen sich drei junge Damen der großen Herausforderung, die allesamt in Chile ihr Six Days-Debüt geben werden.


Die Deutschen Damen: v.l. Nadine Maier, Tanja Schlosser uns Selina Schittenhelm

Abschließende Zahlen und Fakten
Der Team-Container umfasst 19 Tonnen Fracht! Neben 40 Motorädern, diversem Material, Ersatzteilen, Bekleidungsutensilien und ZK-Zubehör, gehören noch 35 Motorradständer, über 70 Kanister, etwa 50 Tankmatten und 25 Heizölkannen dazu. Insgesamt 15 Betreuer kümmern sich um 4 Trophy-Fahrer, 3 Junior-Trophy-Fahrer, 3 Damen-Trophy-Fahrerinnen, 14 Club-Fahrer und 9 Vintage-Fahrer. Jede Mannschaft hat einen eigenen Teammanager, der für seine Schützlinge in allen Belangen erster Anlaufpunkt ist und diese auch im Vorfeld zum Besichtigen aller Sonderprüfungen begleitet. Die komplette Teamstärke, inklusive Ehepartner, Freundinnen, Eltern und mitreisenden Touristen beträgt 103 Personen. Neben den deutschen Teilnehmern sind im schwarz-rot-goldenen Team auch die Trophy- und Club-Fahrer der Schweiz in Betreuung, ebenso wie ein Holländer und zwei mexikanische Vintage-Teilnehmer. Die 93. ISDE findet vom 12. bis 17. November in Vina del Mar und damit zum zweiten Mal in der Geschichte der Enduro-Mannschaftsweltmeisterschaft in Chile statt.



Übersicht der deutschen ISDE-Teilnehmer 2018:

TROPHY
170 Davide von Zitzewitz E1 KTM
171 Edward Hübner E2 KTM
172 Robert Riedel E2 KTM
173 Björn Feldt E3 KTM
Team-Manager: Marcus Jünger
JUNIOR-TROPHY
174 Yanik Spachmüller E1 KTM
175 Jan Allers E2 KTM
176 Tim Apolle E3 KTM
Team-Manager: Wilfried Meine
DAMEN-TROPHY
274 Nadine Maier EW Husqvarna
275 Tanja Schlosser EW KTM
276 Selina Schittenhelm EW Gas-Gas
Team-Manager: Marcus Jünger
CLUBMANNSCHAFT - DMSB 1
618 Nico Schwingenschlögl C2 Husqvarna
718 Florian Ebener C2 Honda
818 Robin Graube C3 Gas-Gas
Team-Manager: Stefanie Schmidt
CLUBMANNSCHAFT - DMSB 2
619 Kai Bräutigam C1 KTM
719 Nico Maier C1 Husqvarna
819 Christoph Lessing C3 KTM
Team-Manager: Dirk Klapproth
CLUBMANNSCHAFT - DMSB 3
620 Marek Schmidt C2 TM
720 Max Bindemann C2 Husqvarna
820 Alexander Gehlert C2 KTM
Team-Manager: Jörg Scholz
CLUBMANNSCHAFT - DMSB 4
621 Sven Marker C1 Husqvarna
721 Mike Danielzik C2 Honda
821 Olaf Szukat C3 Husqvarna
Team-Manager: Uwe Fleck
CLUBMANNSCHAFT - DMSB 5
667 Bernd Buchholz C2 KTM
767 David Lux C2 KTM
Team-Manager: Wilfried Meyer
VINTAGE
908 Jens Boßdorf SWM
909 Hans-Georg Hahn SWM
910 Rolf Nickolai Kramer
911 Jens Oestreich SWM
912 Sven Roth Kramer
913 Swen Schiller Kram-It
914 Christian Tesdorff KTM
915 Oliver Thomsen Husqvarna
916 Paul Wahl Maico
Team-Manager: Heiner Schmidt