Rund um Zschopau: Zurück zu den Wurzeln!

2020 und 2021 durch Covid19-bedingte Absagen, 2022 dann das große Finale zur FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft. 2023 nun die Rückkehr zu den Wurzeln, der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft, welche seit 1997 regelmäßiger Gast in der Motorradstadt ist. Und, was ebenso schwer wiegt: „Die Region kann wieder Rund um Zschopau fahren!“ – so eine der Kernaussagen von Fahrtleiter André Rudolph mit Blick auf das Vorjahr, als das nur wenigen Aktiven vorbehalten war. Denn neben den DEM-Klassen gibt es wieder zahlreiche prädikatsfreie Kategorien, in denen sich die Fahrer gegenüber der Konkurrenz, aber auch mit den berühmt-berüchtigten Auffahrten oder tückischen Morast-Löchern messen können
 

2023 – alles ein wenig anders, aber dennoch „Enduro pur“

Erstmals wird es seit 2009 keinen Prolog am Freitagabend geben, womit die Geländefahrt rein sportlich am Samstag 8 Uhr vor dem Rathaus im Herzen Zschopaus startet. Natürlich wird das Parc Fermé traditionell wieder im Schlosshof von Schloss Wildeck zu finden sein, während sich die Teams im Fahrerlager auf dem MZZ-Areal einrichten werden. Die Strecke führt von Zschopau zunächst nach Venusberg, dem ersten der drei Tests, auf der gut 80 Kilometer langen Geländerunde. Start und Ziel sind in diesem Jahr nicht voneinander getrennt und befinden sich eingangs vom Trainingsgelände des MC Mittleres Erzgebirge e.V. im ADAC. Der Weber-Hang ist heuer kein Bestandteil der Tests. Auch fehlt bei den interessanten Zuschauer-Punkten der Teufelsberg. Dafür hat der ausrichtende MSC Rund um Zschopau noch ein paar andere Highlights in der Hinterhand, über die in den kommenden Tagen auf der vereinseigenen Homepage www.rundumzschopau.de informiert wird. Sicher hingegen sind die traditionellen Zuschauer-Magnete „Under the Brigde“ in Zschopau sowie das Schlammloch Börnichen. Die zweite Sonderprüfung wird erneut im Hübler-Busch bei Waldkirchen abgesteckt sein. Ähnlich wie im Vorjahr, nur nicht ganz so extrem und an das Fahrerfeld angepasst.

Skihang und Festzelt-Zielankunft feiern Comeback!

Die Prüfung inmitten von Zschopau ist zurück. Bei der alljährlichen Classic-Geländefahrt ein beliebter Zuschauer-Punkt und bei der DEM zuletzt 2016 unter die Stollenreifen genommen, feiert sie ihr langersehntes Comeback. Der kompakte Wiesen-Test dürfte bei den Fans ebenso hoch im Kurs stehen, wie die Show-Ziel-Ankunft im Festzelt auf dem MZZ-Gelände. Die Tagessiegerehrung findet in unmittelbarem Anschluss im Außengelände auf dem DEM-Hänger statt, während die große Meister-Ehrung ab 20 Uhr im Festzelt erfolgt.

Wer holt die Titel?

Davide von Zitzewitz (E2) und Luca Fischeder (E3) haben ihre Meister-Titel bereits beim vorletzten Saisonlauf in Rehna perfekt gemacht. Letztgenannter hat zudem allerbeste Chancen, seinen Championatstitel in Zschopau verteidigen zu können. Einzig Teamkollege Jeremy Sydow könnte Luca Fischeder rein rechnerisch die prestigeträchtige Meisterschaft noch streitig machen. Der wiederum liegt in der E1 weit in Front und damit unmittelbar vor seinem ersten DEM-Titelgewinn. Zumal sich sein einzig verbliebener Konkurrent Edward Hübner in Rehna das linke Schlüsselbein brach. Weitaus spannender geht es noch in der Junioren-Klasse zur Sache. Hier hat zwar der Tscheche Robert Friedrich die besten Karten in der Hand, doch für Leon Thoms und auch dem Zschopauer Lokalmatador Pascal Sadecki ist der „Meister-Zug“ noch nicht endgültig abgefahren. In der Mannschaftsmeisterschaft hat aktuell das erste Team des ADAC Sachsen die Nase vorn.

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